In einem themenreichen Gespräch mit dem Moderator von Indiens CNN-News18 Zakka Jacob betonte Außenminister Jaushieh Joseph Wu Hoffnungen auf die Wahrung des Status Quo in der Taiwanstraße, Stabilität in der indo-pazifischen Region und engere Beziehungen mit Indien.
So äußerte sich der Ressortchef am 3. Januar während eines Interviews, in welchem er die anstehende Präsidentschaftswahl, die Bedeutung von Taiwans Selbstverteidigungskapazitäten sowie die Beziehungen zwischen Taiwan und Indien erörterte.
Die Wahl am 13. Januar sei die achte direkte Präsidentschaftswahl in der Republik China (Taiwan) seit 1996, seitdem hätten sich ferner drei friedliche Machtwechsel ereignet, was die Reife des demokratischen Systems belege, interpretierte Wu. Hinsichtlich der Drohungen der VR China bekräftigte Wu, Taiwan sei ein demokratisches Land, die Mehrheit der Bevölkerung befürworte die Aufrechterhaltung des Status Quo, und die Zukunft des Landes werde von den Taiwanern entschieden.
Taiwan habe seine Selbstverteidigungskapazitäten gestärkt, und die VR China werde für militärisches Handeln jeder Art einen hohen Preis zahlen müssen, so Wu. Da 50 Prozent des globalen Frachtverkehrs durch die Taiwanstraße verliefen und 90 Prozent der modernsten Halbleiterchips in Taiwan hergestellt würden, wären die weltweiten Auswirkungen jeglicher Instabilität in der Taiwanstraße sehr ernst, und die internationale Gemeinschaft könnte Maßnahmen ergreifen, ergänzte er.
Die VR China sei beim Einsatz von kognitiver Kriegführung und Cyberangriffen, wirtschaftlicher Nötigung und Grauzonentaktik recht aktiv, enthüllte Außenminister Wu und stellte klar, ein Konflikt in der Taiwanstraße stehe aber weder unmittelbar bevor, noch sei er unvermeidlich.
Die Beziehungen zwischen Taiwan und Indien hätten sich durch Kooperation im Halbleitergewerbe vertieft, und derzeit seien etwa 2700 Inder:innen in taiwanischen Hightechunternehmen beschäftigt, berichtete Wu. Er freue sich auf ein bilaterales Handelsabkommen, damit taiwanische Firmen vertrauensvoll und effizient in Indien investieren könnten.
—Quelle: Taiwan Today, 01/05/2024 (POC-E)
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