Lin Kuo-chang(林國彰)glaubt nicht, daß man im Nationalen Palastmuseum in Taipei ins Innere der chinesischen Kultur vordringen kann; er glaubt, daß man ihr eher an einem schmierigen Nudelstand, der von Männern in Unterhemden betrieben wird, begegnet; oder in einer vulgären Sängerin mit rotem Minikleid und Hütchen mit Obst-Imitationen; oder im strahlenden Gesicht eines Vaters, der bei einem Zoobesuch sein Baby hochhält. Man begegnet ihr in den Splittern des täglichen Lebens, die er mit seiner Kamera einfängt.
Als Zeitungsfotograf ist Lin nicht so sehr mit dem dramatischen Teil der Nachrichten, der Gewalt, den Katastrophen oder sozialen Konflikten, sondern eher mit dem Alltagsleben beschäftigt. Jede Fotografie ist für ihn wie eine "Scherbe der Wirklichkeit". Fügt man genügend Scherben aneinander, so entsteht ein größeres Bild der Wirklichkeit. "Die einzige Aufgabe eines Fotografen ist: zu sehen. Er braucht sich keine Gedanken darüber machen, ob das, was er sieht, irgendetwas mit ihm selbst zu tun hat", sagt Lin, den bekannten amerikanischen Fotografen Lee Friedlander zitierend. "Die Reaktion der Betrachter ist mir egal. Dadurch bin ich frei, Fotos ohne Erwartungsdruck und ohne Tabus zu machen. Man kann überall Aufnahmen machen."
Lin's Haltung hat ihm Preise und Aufträge eingebracht - und den Zeitungslesern auf der ganzen Insel seine Fotos seit nun bald zwei Jahrzehnten. Vielleicht am wichtigsten jedoch: sie hat zu einem Werk geführt, das ein wertvolles Dokument des täglichen Lebens auf Taiwan darstellt.
Ein solches Dokument zu schaffen, ist in Lin's Augen von essentieller Bedeutung für die Zukunft. Er sieht, daß alte Bräuche aussterben und alte Häuser abgerissen werden, und er sieht, wie damit die altvertraute Umgebung schnell dahinschwindet. Er will all das dokumentieren, bevor es für immer verloren ist. Aus diesem Grund hat er letztes Jahr Fotos von der täglich voranschreitenden Zerstörung des alten Chunghua-Markts geschossen, der Platz machen mußte für das Taipeier Nahverkehrs-Schnellbahnsystem. Und aus diesem Grund hat ihn schon immer die Szenerie von Tempelfesten angezogen. In einer für sich selbst sprechenden Fotografie sieht man die traditionellen Tempelfeierlichkeiten unter den Augen von Filmschauspielern auf riesigen Kinoplakaten stattfinden. Indem er sich auf diese kleinen Ausschnitte des Lebens konzentriert, hofft der Fotograf, daß er einiges von dem, was verloren geht, retten kann.
Eines von Lin's typischsten Bildern, mit dem er 1987 den Weltpresse-Fotowettbewerb gewonnen hat, heißt "Chinesen beim Essen". Es zeigt ein typisches taiwanesisches Straßenrestaurant in Taipei aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Überarbeitete Köche rühren in ihren Töpfen für eine Gruppe Bauarbeiter, die ihre Helme abgelegt haben und zu Tisch sitzen. Das Bild, das die Themenauschreibung "Alltagsleben" gewann, ist nicht schmeichelhaft, aber faszinierend in seinem einfachen Realismus, der eine Garküche zeigt wie sie ist: dreckig, schmuddelig und einfach integraler Bestandteil ihrer Umgebung. Auch hier gibt es einen Hinweis auf die stattfindende gesellschaftliche Veränderung. Die Garküche selbst könnte Teil eines Abbruchprojekts sein. Die Köche arbeiten unten, durch eine Betondecke deutlich von ihren Kunden getrennt, deren Arbeit es wiederum sein könnte, irgendein altes Gebäude abzureißen, um Platz für ein neues zu schaffen.
Obwohl Lin's Objekte gewöhnliche Leute bei gewöhnlichen Tätigkeiten sind, versteht er es, wie der Fotografenkollege Hsu Jen-hsiu(徐仁修)erläutert, das aus der Masse herauszuheben, was einzigartig in ihr ist. Zum Beispiel erwischt er Menschen genau in dem Moment, in dem sie eine ungewöhnliche Geste machen oder einen vielsagenden Gesichtsausdruck annehmen. "Ich rede nicht von Personen, die leicht unseren Blick fangen", sagt er, "sondern von denen, die nur für das Auge der Kamera etwas Besonderes darstellen." Lin's Fotos sind nicht besonders dramatisch oder provokativ; stattdessen knüpfen sie ein Band mit der Menschlichkeit. Hsu zieht eine Parallele zu seinen eigenen Pflanzenfotos, die sich mehr mit wilden Blumen und Gräsern als mit auffälligen oder optisch besonders eindrucksvollen Blumen befassen. "Das sind die Dinge, die die Leute selten bemerken", sagt er, "außer jene mit dem 'Fotografenauge'".
So wie viele Fotografen seiner Generation in Taiwan ist der 44jährige Lin Autodidakt. In seiner Jugend war das Fotografieren noch Neuland, und es gab wenig Gelegenheit, es zu lernen. Für einen Jugendlichen aus Südtaiwan war eine Kamera nichts einfach Verfügbares. "Ich hatte nur ganz selten die Chance, mir von Freunden eine Kamera zu leihen", sagt Lin. "Ich schoß auf sehr primitive Weise Bilder von meiner Familie und meinen Klassenkameraden. Die Belichtungszeit stimmte nie, und die Leute vom Fotoladen lachten immer über mich." Auch als Collegestudent nahm Lin das Fotografieren noch nicht ernst. Er studierte, wenn auch ohne große Begeisterung, Agrarchemie. Nach dem Studienabschluß kehrte er in seine Heimat zurück, um das Nudelgeschäft der Familie zu übernehmen; aber es war schwer, mit den gerade auf dem Markt aufgetauchten Fertignudeln zu konkurrieren. Im Jahr 1975 schloß seine Familie das Geschäft und zog nach Taipei. Aufgrund einer Beeinträchtigung seines Hörvermögens, die als Folge einer Krankheit im Kindesalter zurückgeblieben war, konnte er nur schwer Arbeit finden und hing großenteils von der Unterstützung durch seine Familie ab.
Aber dann kam die große Inspiration. Er besuchte eine Ausstellung und hörte dazu einen Vortrag zum Thema "Fotoreportagen" im Amerikanischen Kulturzentrum Taipei, das damals eine der wenigen Galerien der Stadt beherbergte. Er war beeindruckt von dem, was die Fotojournalistin Wang Hsin(王信)über ihre Arbeit zu berichten hatte, die sie als eine wichtige Informationsquelle für die Gesellschaft bezeichnete. Bis dahin hatte Lin Fotografieren immer als Angelegenheit von Fotoateliers betrachtet oder an Familienschnappschüsse gedacht. "Ich hatte nicht gewußt, daß Fotografieren eine so tiefe Bedeutung und eine so wichtige Funktion haben könnte", sagt er. "Ich lernte auch, daß ein Foto wie eine Scherbe der Wirklichkeit sein kann, auf der ein stattfindender sozialer Wandel festgehalten wird. Schönes und Häßliches, kalt und warm - alles kann darauf sein. Ich dachte, das wäre der richtige Beruf für mich."
Lin bereitete sich auf seine Berufung vor, indem er einfach auf die Straße ging und alleine, durch Versuch und Irrtum, lernte. "Ich lief gerne in den Straßen herum, in der Chunghsiao-Oststraße oder im Stadtteil Hsimenting beim Bahnhof, um Bilder von Leuten zu machen, die ich nicht kannte", sagt er. "Ich kannte die Straßenlandschaft - an der würde sich nicht viel tun. Aber Leute kommen und gehen; das ist das eigentlich Interessante."
Vier Monate lang streifte Lin so umher, immer Ausschau haltend nach etwas, auf das er seine Kamera richten könnte. Er nahm an Kursen in einem der neuen Fotoateliers teil, die in Taipei aus dem Boden schossen; aber seine Hörbeeinträchtigung machte daraus eine frustrierende Erfahrung. "Ich verstand immer nur die Hälfte von dem, was der Lehrer sagte", erinnert er sich. "Manchmal kam dadurch eine äußerst verzerrte Interpretation zustande." Statt weitere Kurse zu besuchen, begann er, durch Lesen zu lernen; aber es handelte sich nicht unbedingt um Fotofachbücher. Lin suchte nach mehr als technischen Hinweisen; er suchte nach einer Art Vision für seine Fotografien, etwas, das er vielleicht in Gedichten oder Romanen würde finden können. Vor allem zog ihn der Realismus vieler damaliger Schriftsteller an, die sich auf ihre taiwanesischen Wurzeln besannen, um aus ihr Inspirationen zu gewinnen. "Die 'Heimatliteratur' hatte einen großen Einfluß auf mich", sagt er. "Geschichte und Volkskultur gehören ebenfalls zu meinen Lieblingsgebieten. Sie haben mir sehr geholfen, tiefere visuelle Eindrücke zu entdecken."
1976 bekam er seine erste Anstellung. Obwohl ihn der China Economic News Service wegen einer eindrucksvollen Fotomappe genommen hatte, war sein Aufgabenbereich eher der eines Kunstdesigners als der eines Fotografen. Er arbeitete drei Jahre lang in diesem Job und heiratete während dieser Zeit eine Kollegin. Aber er hatte keine Zeit, die Bilder zu machen, die er machen wollte. "Ich hätte das Fotografieren beinahe aufgegeben", sagt er. "Eines Tages war mir dann klar, daß ich so nicht weiterleben konnte; also kündigte ich."
Lin hoffte, Arbeit zu finden und gleichzeitig seinem Interesse nachgehen zu können. Statt dessen machte er eine schnelle Karriere, als ihn das Freizeitmagazin Outdoor Life als Fotograf und Schreiber anstellte. Dort konnte er an seiner Vision der Dokumentation der Gesellschaft und Kultur um ihn herum arbeiten. Innerhalb eines Jahres verfaßte er zwei lange Artikel mit Text und Bildern; einen über ein Tempelfest in der Altstadt von Lukang und einen über ein Fest der Ami, einer der Eingeborenenstämme Taiwans.
Erpicht auf mehr Herausforderungen, verließ Lin die Zeitschrift, um bei der Commercial Times Bilder für deren Management- und Unterhaltungsseiten zu machen. Danach wechselte er zur China Times, einer der größten Tageszeitungen Taipeis, wo er für die Rubrik "Alltag" arbeitete, die seinen Vorstellungen über Fotografie am meisten zu entsprechen scheint. Bei dem Blatt ist er bis heute geblieben, und letztes Jahr wurde er zum Fotoredakteur der Kunst- und Kulturseite befördert. Von Anfang an gab die Arbeit bei der China Times Lin die Chance, ein breites Themenspektrum zu erforschen und seine Ideen über Fotografie zu verfeinern. "Ich hatte dadurch ein riesiges Arbeitsumfeld", sagt er. "Die Leser saßen nicht nur in Taipei, sondern auf der ganzen Insel; und mein Chef ermunterte mich, aus Taipei rauszugehen. Durch den ständigen Kontakt mit Leuten auf verschiedenen Lebenswegen kann ich die verschiedenen Lebensweisen der Menschen verstehen und respektieren lernen."
Bei der Entwicklung seines Stils wurde Lin von einigen zeitgenössischen ausländischen Fotografen beeinflußt. Unter ihnen sind vor allem Lee Friedlander, der eine ähnliche fragmentarische Sichtweise hat, und die Amerikanerin Mary Ellen Mark zu nennen. Er schätzt Marks Arbeiten wegen ihres direkten, ungeschminkten Blicks auf Menschen, die als Außenseiter leben. "Sie hat Bilder von 'unberühmten' Leuten gemacht, wie Prostituierten, Behinderten oder Schaustellern", erläutert Lin.
Er ist auch ein Bewunderer des Tschechen Josef Koudelka, dessen harsche Bilder von Zigeunern oder zigeunerähnlichen Wanderern ein Gefühl der Verlorenheit und Entfremdung vermitteln. So wie Koudelka, bevorzugt Lin bei seinen Bildern eine alltägliche Umgebung, und er benutzt am liebsten ein Weitwinkelobjektiv, um eine möglichst komplexe Ansicht seines Objekts zu bekommen. "Wir beide fotografieren Menschen gerne in Landschaften, um sie in Beziehung zu ihrer Umgebung darzustellen", sagt Lin. Er mag es überhaupt nicht, wenn Hinter- oder Vordergrund eines Bildes ausgeschnitten werden, um nur ein Individuum darzustellen, wie es oft bei Berühmtheiten aus der Unterhaltungsbranche geschieht. "Man kann Menschen nicht von ihrer Umgebung abstrahieren", sagt Lin. "Wenn man sie auf einem Foto isolieren möchte, kann man sie gleich in ein Fotoatelier bringen."
Während Lin es nicht mag, die Menschen von ihrer Welt zu trennen, so trennt er sie doch oft von sich selbst. Ein in seinem Werk häufig wiederkehrendes Motiv sind fragmentierte Körperteile - eine Hand, ein Paar Beine oder ein Kopf stehlen sich oft in seine Bilder, mitunter als erster Blickfang. Manchmal wirkt es ganz natürlich, manchmal mysteriös, manchmal fremd und störend. In einem seiner Bilder wird eine Gruppe Karaoke-Sänger von zwei Paaren ausgestreckter Beine im Vordergrund gerahmt, in denen sich die entspannte, laxe Atmosphäre verdichtet. Auf einem anderen Bild wird die Vergrößerung einer Tempeltür durch den Kopf einer alten Frau akzentuiert, die in der unteren Ecke des Bildes vorbeiläuft. Sie ist nicht wirklich Teil der Szene - und doch ist sie es.
Ein anderes, häufig wiederkehrendes Motiv ist ein ausgestreckter Arm mit zeigendem Finger. Oft kann man nicht sehen, wessen Hand es ist oder was das indizierte Objekt ist. Das Bild wird gleichzeitig zu einer Frage und zu einer Antwort. "Ich fühle mich manchmal wie ein Chirurg", beschreibt Lin diese Art Fotos. "Die Kamera ist mein Skalpell, und ich schneide einen Körper auf."
Vor allem dürfen die fragmentierten Arme und Beine nicht vor dem Druck auf der Fotografie bearbeitet werden. "Ich mag keine Eingriffe in meine Bilder", betont Lin. "Man soll alles so lassen, wie man es gesehen hat. Wenn es da etwas gibt, was man nicht auf dem Foto haben will, sollte man versuchen, es auszuschließen, bevor man den Auslöser drückt." Lin hält auch nichts von Manipulationen am Bild in der Dunkelkammer. Sein einziges Werkzeug ist die Kamera - und seine eigene Fähigkeit, den richtigen Moment auf dem Film festzuhalten. "Fotografen unterliegen Beschränkungen", sagt er. "Man kann ein Bild nicht verändern oder nochmal machen. Vielleicht versuchen einige Fotografen, an ihren Bildern nachträglich etwas zu verändern, aber ich mache das nicht. Ich nehme mir lieber vorher die Zeit, auf den richtigen Augenblick zu warten."
Cheng Lin-chung(鄭林鐘), der sowohl bei der Commercial Times als auch bei der China Times mit Lin zusammen als Redakteur gearbeitet hat, bestätigt, daß dessen Fotos schwer zu sezieren sind. Aber Lin's Methode schafft mehr als nur den Eindruck kompositorischer Kontrolle und Struktur. "Seine Bilder geben mir das Gefühl von Druck und Beklemmung", sagt Cheng. "Sie sind oft sehr dicht und verdreht."
Manchmal bringt Lin ein Gefühl für soziale Gerechtigkeit in seine Fotos ein. Er nennt das "instruktiv", nicht nur "informativ". Ein solches Foto dokumentiert nicht nur, sondern stellt eine umfassendere Wahrheit über die gezeigte Wirklichkeit dar. Ein Beispiel dafür findet sich in einer Fotoreportage, die er mit einem Journalisten zusammen über die große Zahl der minderjährigen Prostituierten in Hualien, Osttaiwan, gemacht hat. Er fotografierte eine Gruppe junger, ehemaliger Prostituierter, die alle zu Taiwans Eingeborenenstämmen gehören, im Shanmu-Heim. Er ging wie üblich vor, indem er einfach Fragmente ihres täglichen Lebens zeigte. Eine von ihnen saust auf einem Fahrrad vorbei und hat dabei einen Teddybär auf ihrem Rücken, der nicht nur andeutet, wie jung diese Mädchen sind, sondern auch, daß ihre Unschuld verloren ist. Das Mädchen ist halb von einem Zaun verdeckt, der das Gefühl des Eingesperrtseins vermittelt, das so lange ihr Leben bestimmt hat. Auf einem anderen Bild beten die Mädchen vor dem Essen, während die Teller in strenger Formation wie beim Militär in der Mitte des Tisches aufgereiht sind.
Später hörte Lin, daß die Direktorin des Heims von Zuhältern angegriffen worden war, und er schoß eine Nachfolgeserie. Seine Bilder und die Begleitstory erregten sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Regierungskreisen Aufmerksamkeit. Der Premierminister persönlich besuchte die Direktorin im Krankenhaus, und es gingen viele Geldspenden für das Heim ein. "Ich frage mich oft", sagt Lin, "wie Fotos helfen können, die Gesellschaft zu verbessern. Können sie tatsächlich Wirklichkeit darstellen? Können sie eine verständliche Botschaft übermitteln? Können sie Menschen zur Selbstreflexion führen?"
Während Lin eine sehr ernsthafte Haltung gegenüber seiner Arbeit an den Tag legt, glaubt er, daß für viele Fotojournalisten in Taiwan das Gegenteil zutrifft: sie sind unprofessionell und faul. "Einigen fehlt es an Selbstachtung und an Respekt für ihre Arbeit", sagt er. Als Beispiel führt er die häufige Praxis unter Nachrichtenfotografen an, sich durch das gegenseitige Ausleihen ihrer Bilder weiterzuhelfen. Das Ergebnis ist, daß man oft am selben Tag dasselbe Foto in verschiedenen Zeitungen sehen kann, und zwar jedesmal einer anderen Person zugeschrieben. Lin räumt jedoch ein, daß es unter den jüngeren Fotografen einige gibt, die ihren eigenen Stil entwickeln wollen. "Unter ihnen gibt es eine größere Vielfalt an Haltungen und Ideen", sagt er.
Unterdessen bleibt Lin ein Rollenvorbild für Fotojournalisten, die ihre Arbeit ernst nehmen. Und er behält seinen scharfen Blick auf die Welt um sich. Der Fotograf Ruan Yi-chung(阮義忠)sagt dazu: "Lin's Bilder bewahren auf kraftvolle Weise die einfache Seite des Lebens in Taiwan. Zum anderen enthüllt er implizit die sich verändernden Werte und Einstellungen der Gesellschaft." Lin selbst schlägt eine einfachere Beschreibung einer Arbeit vor: "Für mich ist es eine Art zu sehen."
(Deutsch von Christian Unverzagt)