20.09.2026

Taiwan Today

Gesellschaft

Träger des diesjährigen Kulturpreises Taiwan-Frankreich in Paris geehrt

17.09.2026
Taiwans Kulturminister Li Yuan (Fünfter von rechts) am 14. September in Paris mit Wu Hsi-deh (Dritter von links) und Victor Louzon (Sechster von links), den Trägern des diesjährigen Kulturpreises Taiwan-Frankreich. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Ministry of Culture)
Wu Hsi-deh und Victor Louzon wurden am 14. September bei einer Zeremonie in Paris für ihr Wirken, den Austausch zwischen den beiden Ländern auszuweiten, mit dem diesjährigen Kulturpreis Taiwan-Frankreich geehrt.
 
Wie das Kulturministerium in Taipeh verlautete, fand die Preisverleihungszeremonie im Institut de France statt. Über 100 Repräsentant:innen aus den akademischen, künstlerischen, kulturellen und politischen Kreisen der beiden Länder wohnten der feierlichen Preisverleihung bei, unter ihnen Taiwans Kulturminister Li Yuan und der Präsident der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften unter dem Institut Jean-David Levitte.
 
Angeregt durch die berühmten Worte von Frankreichs erstem Kulturminister André Malraux meinte Li, Kunst sei der kürzeste Weg von Taiwan in die Welt. Freiheit sei ein Wert, den Taiwan mit der internationalen Gemeinschaft gemeinsam habe, definierte er.
 
Der Kulturpreis ermögliche es den beiden Ländern, durch Kunst, Wissen und Geisteswissenschaften einander näher zu kommen, beschrieb der Ressortchef und merkte an, Taiwans Regierung sei entschlossen, eine freie und demokratische Kulturlandschaft zu bieten, wo Individuen ihre Kreativität mit ihrem vollen Potenzial ausüben könnten.
 
Im Laufe der vergangenen 30 Jahre habe der Preis anhaltend den Kulturaustausch zwischen Frankreich und Taiwan vorangebracht, unterstrich Levitte. Er lobte die beiden in diesem Jahr geehrten Gelehrten für ihre Leistungen in ihren jeweiligen Bereichen und die Beiträge, welche die tiefen und dauerhaften Bindungen zwischen Taiwan und Frankreich sowie zwischen Taiwan und ganz Europa hervorhöben.
 
Wu, ein emeritierter Professor an der Französisch-Abteilung der Tamkang University in New Taipei City, hatte vor über 40 Jahren in Paris studiert, und in seiner Dankesrede kommentierte er, der Preis sei nicht nur eine persönliche Errungenschaft für ihn, sondern auch ein Freundschaftsgruß zwischen Taiwan und Frankreich.
 
Louzon, Geschichtsdozent an der Sorbonne in Paris, stellte klar, er habe durch seine Studien über den Wandel der politischen Macht in Taiwan erkannt, dass Taiwans Geschichte kein Verhandlungsgegenstand zwischen Großmächten werden sollte. Er pries die Taiwaner:innen dafür, anhaltend über ihre eigene Identität nachzudenken, auch gerade weil immer mehr Menschen von der oberflächlichen Stabilität autoritärer Regimes angetan seien.
 
—Quelle: Taiwan Today, 09/16/2026 (SFC-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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