Die 7. Arbeitnehmerfragen-Beratungen Taiwan–EU gingen am 17. Juni in Brüssel über die Bühne, wobei Fragen von beiderseitigem Interesse wie Schutz von Freiberuflern und Menschenrechte in Lieferketten besprochen wurden.
Wie Taiwans Arbeitsministerium verlautete, wurde die Konferenz von Arbeitsminister Hung Sun-han und dem Leiter der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Inklusion der europäischen Kommission Mario Nava geleitet.
Die taiwanische Delegation skizzierte das von der Regierung erlassene Gesetz über Rechtsschutz für Lieferpersonal und Lieferforenverwaltung sowie sonstige Bestimmungen, die von Offiziellen der Europäischen Union (EU) positiv aufgenommen wurden. Die EU-Seite erörterte die EU Platform Work Directive.
Im Hinblick auf Arbeitnehmerrechte in Lieferketten erläuterten die EU-Vertreter:innen ihre Weisung zu angemessener Sorgfalt für Firmen-Nachhaltigkeit und die Bestimmung zu Zwangsarbeit, die taiwanischen Repräsentant:innen informierten ihre EU-Kolleg:innen über Bestimmungen zu fairer Neubeschäftigung und andere damit zusammenhängende Angelegenheiten.
Vor der Konferenz führten die beiden hochrangigen Offiziellen ein Gespräch über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt und Arbeitskräftemangel wegen sinkender Geburtenraten und alternder Bevölkerung.
Nava verwies auf das KI-Gesetz der EU und hob die Bedeutung von gesellschaftlichem Dialog über politische Entscheidungsfindung zu KI hervor, während Hung erklärte, dass das Arbeitsministerium nach der Verabschiedung von Taiwans KI-Grundgesetz als Reaktion auf Herausforderungen wie Beschäftigungs-Diskriminierung und Informations-Transparenz Richtlinien mit KI-Bezug formuliert habe.
Was Arbeitskräftemangel anbelangt, sind beide Seiten entschlossen, ein positives Beschäftigungsmilieu zu fördern und Frauen dazu zu ermuntern, auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren, was erkennbar ist an politischen Initiativen wie günstiger Mutterschafts- und Elternurlaub in Taiwan und das Neueinstellungs-Forum für talentiertes Personal der EU.
Die beiden Seiten einigten sich überdies darauf, dass die nächste Beratungsrunde in Taipeh stattfinden werde, außerdem soll die Partnerschaft unter dem institutionellen Mechanismus ausgeweitet werden, berichtete das Arbeitsministerium.
—Quelle: Taiwan Today, 06/23/2026 (SFC-E)
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