Zwei Workshops zum Themenbereich künstliche Intelligenz (KI) fanden zuvor in diesem Monat unter dem Globalen Kooperations- und Schulungs-Rahmen (Global Cooperation and Training Framework, GCTF) im Vatikan und in der Schweiz statt, teilte das Außenministerium in Taipeh mit.
Der Workshop „KI und die Zukunft der Arbeit“, welchen die Botschaften Taiwans und der USA am Heiligen Stuhl organisierten, lief vom 4. bis 5. Mai in der Päpstlichen Universität Gregoriana. An dem Workshop — die erste GCTF-Veranstaltung bei dem diplomatischen Verbündeten — nahmen über 200 Personen teil, darunter Personal von OpenAI, Microsoft, Google DeepMind und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations, UN).
Wie das Außenministerium verlautete, wurde der Workshop als Reaktion auf Sorgen, die Papst Leo XIV. über die Ethik von KI geäußert hatte, gestaltet und bekräftigte die Vision von Staatspräsident Lai Ching-te für die Entwicklung von KI auf der Grundlage eines ethischen Rahmens mit internationaler Zusammenarbeit. Bei dem Workshop wurde außerdem Taiwans Engagement für auf Werten basierende Diplomatie durch Fachleute und professionelle Beiträge vorgeführt, kommentierte das Ministerium.
Taiwans Botschafter im Vatikan Ho Chung-yi erklärte, Taiwan fördere aktiv multilateralen Dialog unter Parteien mit Interesse an KI-Entwicklung und technologische Innovationen innerhalb eines ethischen Rahmens. US-Botschafter Brian Burch betonte, dass Herausforderungen und Gelegenheiten, welche KI mit sich brächte, interdisziplinären Dialog und internationale Zusammenarbeit erforderlich machten. In ihrer Grundsatzrede rief Schwester Raffaella Petrini, Präsidentin des Governatorats der Vatikanstadt, zur Schaffung einer Partnerschaft zwischen Menschen und Maschinen auf der Grundlage von Rechenschaft und Bildung auf.
Ein ähnlicher Workshop wurde am 7. und 8. Mai in Bern durch Taiwans Repräsentativbüro in der Schweiz und die US-Botschaft in der Eidgenossenschaft durchgeführt, um Entwicklungstrends und Gelegenheiten von KI zu erörtern und sich überdies um Konsens im Zusammenhang mit Risikoverwaltung zu bemühen.
KI forme die Art und Weise, wie Menschen lernten, arbeiteten und regierten, neu, interpretierte Taiwans Repräsentant Wang Szu-wei und rief Länder in aller Welt dazu auf, den Aufbau von Kapazitäten zu stärken und interdisziplinäre Kooperation mit einem Ansatz, bei welchem die Menschen im Mittelpunkt stünden, zu fördern. Taiwan sei bereit, mit der internationalen Gemeinschaft daran zu arbeiten, Wohlstand und Stabilität im digitalen Zeitalter voranzubringen, merkte er an.
Nach Auskunft des Außenministerium konzentrierte sich der Workshop in Bern auf Lieferketten-Belastbarkeit, Cybersicherheit und KI-Anwendungen im Gesundheitswesen. Vertreten waren über 80 Fachleute und Offizielle aus Taiwan, Australien, Großbritannien, Japan, Kanada, der Schweiz und den USA.
—Quelle: Taiwan Today, 05/12/2026 (SFC-E)
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