Die zweite Konferenz zu wissenschaftlicher Forschung Taiwan-Frankreich ging am 20. und 21. April in der französischen Stadt Grenoble über die Bühne, wobei die Gespräche sich um Wege drehten, die Zusammenarbeit in sechs maßgeblichen Bereichen zu vertiefen.
Wie die Kabinettsbehörde Nationaler Wissenschafts- und Technologie-Rat (National Science and Technology Council, NSTC) verlautete, gehörten der taiwanischen Delegation, die von NSTC-Minister Wu Cheng-wen geleitet wurde, außerdem Offizielle der Nationalen Institute für angewandte Forschung (National Institutes of Applied Research, NIAR), einheimische Fachleute und Akademiker:innen an.
Die französische Seite umfasste Angehörige der Nationalen Forschungsbehörde (Agence nationale de la recherche, ANR), des Nationalzentrums für wissenschaftliche Forschung (Centre national de la recherche scientifique, CNRS), des Nationalinstituts für Gesundheit und medizinische Forschung (Institut national de la santé et de la recherche médicale, Inserm) sowie des Nationalinstituts für Forschung in Computerwissenschaften und Automatisierung (Institut national de recherche en sciences et technologies du numérique, Inria).
Die erste Konferenz dieser Art war im April 2024 in Taiwan vom NSTC und Frankreichs Ministerium für höhere Bildung, Forschung und Raumfahrt gemäß der am 23. November 2023 geschlossenen bilateralen Übereinkunft zu Wissenschafts- und Technologie-Kooperation organisiert worden.
In seiner Eröffnungsansprache erklärte der Ressortchef, Frankreich sei im Hinblick auf wissenschaftliche Forschung einer der wichtigsten europäischen Partner für Taiwan, und die bilaterale Zusammenarbeit reiche über 30 Jahre zurück.
Die beiden Seiten hätten Kooperationsabkommen geschlossen und umfassende Mechanismen eingerichtet, um Forschungsprojekte zu sponsern und Austausch zu pflegen, etwa Förderung von Personalschulung und Einrichtung des Großen französisch-taiwanischen Wissenschaftspreises, berichtete Wu. Frankreich könne auf eine lange Geschichte wissenschaftlicher Forschung zurückblicken, deswegen rechne er mit verbesserter Zusammenarbeit in der Zukunft, so Wu.
Nach Auskunft des NSTC umfasste die zweitägige Konferenz programmatische Vorträge, Seminare, themenspezifische Konferenzen und vor Ort-Besichtigungen, und die über 100 Teilnehmer:innen führten Gespräche über Halbleiter, Quantencomputer, Biomedizin, umweltfreundliche Energie und Schadstoffminderung, künstliche Intelligenz (KI) und Informationssicherheit sowie Raumfahrt- und Meeres-Technologien.
Im Rahmen seines Besuches wohnte Wu der Unterzeichnung eines Memorandums zwischen NIAR und Inserm bei, und er besuchte überdies die Paris-Saclay University und das Museum „Stadt der Wissenschaften und der Industrie“ (Cité des sciences et de l'industrie, CSI), teilte der Rat mit.
—Quelle: Taiwan Today, 04/22/2026 (SFC-E)
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