Außenminister Lin Chia-lung hielt am 27. Januar in Taipeh bei dem Forum „Local Democracy: Global Collaboration, Urban Innovation“ eine Ansprache und hob dabei Taiwans Engagement für Demokratie und den Einsatz von Technologie bei Regierungsführung im Inland hervor.
Die von der Demokratiestiftung Taiwan (Taiwan Foundation for Democracy, TFD) organisierte Veranstaltung lief unter der Überschrift „KI x Demokratie“. Moderiert wurde das Forum von der Sonderbotschafterin und Taiwans erster Digitalministerin Audrey Tang unter Teilnahme des stellvertretenden Bürgermeisters der südtaiwanischen Hafenmetropole Kaohsiung Lee Huai-jen und seinem Amtskollegen der zentraltaiwanischen Stadt Taichung Cheng Chao-hsin als Diskussionsteilnehmer. Ebenfalls zugegen waren zwölf Delegierte von sieben internationalen Organisationen und Repräsentant:innen der Vertretungsbüros von Argentinien, Belgien, Belize, Großbritannien, Guatemala, Haiti, Israel, Schweden und Südkorea.
Während seiner Ansprache bei der Eröffnungzeremonie in seiner Eigenschaft als TFD-Vizevorsitzender erklärte Lin, Taiwans erste demokratische Direktwahl des Staatspräsidenten, die ein Meilenstein auf dem Weg des Landes zur Demokratie gewesen sei, jähre sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Taiwans demokratisches System basiere auf dem Konzept der lokalen Selbstverwaltung, charakterisierte er und verwies auf die erste Wahl der Stadtbürgermeister und Landkreisvorsteher im Jahr 1950.
Die Aufhebung des Kriegsrechts im Juli 1987 sei ein weiteres wesentliches Ereignis bei Taiwans Demokratisierung gewesen, und Lin machte auf den Zusammenhang zwischen politischem und technologischem Gedeihen aufmerksam, indem er die Teilnehmer:innen an dem Forum daran erinnerte, dass der Halbleiterkonzern Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) im gleichen Jahr gegründet worden war.
Lin fuhr fort, er sei der Überzeugung, dass aufstrebende Technologien wirkungsvoller auf lokaler Ebene angewandt würden. Dabei erzählte er von seiner Erfahrung als Bürgermeister von Taichung (2014-2018) und erörterte den Einsatz intelligenter Anwendungen zum Anpacken von Verwaltungsangelegenheiten und Vorantreiben stadtorientierter Innovation. Das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) bringe neue Herausforderungen und Gelegenheiten, bemerkte der Ressortchef und fügte hinzu, er freue sich darauf, Dialog mit internationalen Partnern aufzunehmen, um die Rolle von Städten im globalen Verbund demokratischer Herrschaft, welcher auch die Praktiken der Initiative ganzheitlicher Diplomatie zum Ausdruck bringe, zu besprechen.
—Quelle: Taiwan Today, 01/29/2026 (YCH-E)
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