03.04.2026

Taiwan Today

Gesellschaft

Umweltministerium stellt Forschungsergebnisse des NASA-Projektes 7-SEAS vor

09.01.2026
Taiwans stellvertretender Umweltminister Hsieh Yein-rui (Dritter von links) stellte am 6. Januar in der südtaiwanischen Hafenmetropole Kaohsiung im Beisein von Offiziellen und Professor:innen die Resultate von Luftqualitätsforschung vor, die gemeinsam mit NASA durchgeführt worden war. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Ministry of Environment)
Taiwans Umweltministerium hielt am 6. Januar in der südtaiwanischen Hafenmetropole Kaohsiung eine Informationsveranstaltung ab, um die Forschungsergebnisse eines gemeinsam mit der Nationalen Aeronautik- und Raumfahrtbehörde (National Aeronautics and Space Administration, NASA) der USA durchgeführten Experiments über Luftqualität in Südtaiwan vorzustellen.
 
An der vom stellvertretenden Umweltminister Hsieh Yein-rui moderierten Veranstaltung nahmen Professor:innen der National Central University und der Chang Jung Christian University teil. Sie präsentierten Erkenntnisse, laut denen die Luftverschmutzungsquellen in der Stadt Kaohsiung, der Stadt Pingtung und im Landkreis Pingtung eine Kombination aus Industrie- und Verkehrs-Emissionen darstellen. Selbst in Höhenlagen von 200 bis 800 Metern entdeckten die Forscher:innen immer noch von Fahrzeugen ausgestoßene flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds, VOC), und sie kommentierten, es müssten auch die Auswirkungen von Verschmutzung, die von außerhalb Taiwans herbeigeführt werde, beobachtet werden.
 
Nach Auskunft des Umweltministeriums hatte NASA bereits von Februar bis März 2024 die luft- und satellitengestützte Untersuchung asiatischer Luftqualität (Airborne and Satellite Investigation of Asian Air Quality, ASIA-AQ) durchgeführt. Zwei Flugzeuge der Typen DC-8 und GIII hatten im Rahmen der 3D-Luftqualitätsforschung Kaohsiung/Pingtung des Projektes 7-SEAS am 15. und 28. Februar sowie am 13. März Südtaiwan überflogen, enthüllte das Ministerium und ergänzte, es seien Drohnen, Lidar, Wetterballons und sonstige Instrumente unter Hinzuziehung von 200 einheimischen Akademiker:innen und Fachleuten eingesetzt worden, um das Projekt abzuschließen.
 
Die Forschung wurde im vorigen Jahr ausgeweitet, um die Region Yunlin/Chiayi/Tainan mit einzubeziehen, wobei Veränderungen bei unterschiedlichen Luftverunreinigern sowie regionübergreifende Auswirkungen analysiert wurden, um die Luftverschmutzungs-Kontrollmaßnahmen in verschiedenen Städten und Landkreisen zu stärken, erläuterte das Umweltministerium. Außerdem legte das Ministerium ein Weißbuch zu Luftqualitätspolitik vor, um den Umweltschutz zu verbessern und die Gesundheit der Menschen zu schützen, teilte die Behörde mit.
 
Des Weiteren stellte das Umweltministerium fest, dass in Zeiträumen mit heftiger Luftverschmutzung die Konzentration von VOCs — einem maßgeblichen Vorläufer von Ozon und PM2.5-Feinstaubpartikeln — sich direkt auf die Luftqualität am Boden auswirkte. Das Ministerium beschloss, weiter mit in- und ausländischen Institutionen daran zu arbeiten, Verschmutzungsquellen zu analysieren und die Luftqualitätsverwaltung zu verbessern.
 
Das im Jahr 2007 initiierte Projekt 7-SEAS befasst sich mit interdisziplinärer Forschung zu Aerosol-Meteorologie und Klima-Interaktion von Java (Indonesien), der malaiischen Halbinsel und Südostasien bis Taiwan. Das wissenschaftliche Primärziel besteht darin, die Auswirkungen der Verbrennung von Biomasse auf Wolken, atmosphärische Strahlung, den hydrologischen Kreislauf und letztendlich auf regionales Wetter und Klima zu untersuchen.
 
—Quelle: Taiwan Today, 01/08/2026 (YCH-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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