Taiwans stellvertretende Wirtschaftsministerin Cynthia Kiang leitete am 2. Oktober in London gemeinsam mit Großbritanniens Staatsminister im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel Lord Sarwar die 28. britisch-taiwanischen Handelsgespräche.
Taiwans Erfahrung bei moderner Fertigung, Systemintegration und Lieferkettenverwaltung passten gut zu den britischen Vorzügen beim Design von Chips für künstliche Intelligenz (KI) und Grundlagenforschung, urteilte Kiang. Lord Sarwar wiederum beschrieb die Gespräche als Erkundung von Gelegenheiten für bilaterale Zusammenarbeit bei moderner Fertigung, umweltfreundlicher Energie und Digitalhandel.
Kiang und Sarwar wohnten außerdem der Unterzeichnung zweier Memoranden bei — eines zwischen der Export-Import Bank of the Republic of China (Taiwan) und UK Export Finance über Zusammenarbeit bei Exportfinanzen, und ein weiteres zwischen Chinese International Economic Cooperation Association und Tech UK über ein Austauschforum für die Technologiebranche.
Großbritannien ist Taiwans drittgrößter Handelspartner in Europa, und im vergangenen Jahr belief sich das bilaterale Handelsvolumen auf über 6,8 Milliarden US$. Das Wirtschaftsministerium gelobte, die bilaterale Lieferketten-Belastbarkeit durch Bemühungen der öffentlichen und der privaten Sektoren zu verbessern.
Taiwans Repräsentant in Großbritannien Vincent Yao und die Chefin des Britischen Büros in Taipeh Ruth Bradley-Jones hatten ferner ein britisch-taiwanisches Arrangement über Wissenschaft, Innovation und Technologie für Zusammenarbeit bei Satellitenkommunikation und ein Projekt zum Heranbilden von Halbleiterpersonal unterschrieben, hieß es in einer Pressemitteilung der Kabinettsbehörde Nationaler Wissenschafts- und Technologie-Rat (National Science and Technology Council, NSTC) vom 3. Oktober.
—Quelle: Taiwan Today, 10/05/2026 (POC-E)
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