Laut Staatspräsident Lai Ching-te wird Taiwan fortgesetzt mit Europa daran arbeiten, stärkere Lieferketten zu schaffen und gemeinsam zu Wohlstand und Nachhaltigkeit in der Welt beizutragen.
So äußerte sich das Staatsoberhaupt am 1. September in Taipeh beim diesjährigen Investitionsforum der Europäischen Union (EU). Nach Auskunft des Präsidialamtes war der Leiter des Europäischen Wirtschafts- und Handelsbüros (European Economic and Trade Office, EETO) Lutz Güllner bei der Veranstaltung ebenfalls zugegen.
In seiner Ansprache verwies Lai auf den engeren Wirtschafts- und Handelsaustausch zwischen Taiwan und der EU, der im vergangenen Jahr ein bilaterales Handelsvolumen von fast 75 Milliarden US$ erreicht habe. Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts seien Investitionen taiwanischer Unternehmen in der EU verglichen mit dem Jahrzehnt davor um 650 Prozent gestiegen, und er erwähnte ein unlängst von dem in Taipeh ansässigen Taiwan Electrical and Electronic Manufacturers’ Association angekündigtes Projekt für den Bau eines Technologie-Parks in Polen, der es mehr einheimischen Firmen leichter machen würde, in EU-Ländern zu investieren.
Präsident Lai brachte ferner die vom 2. bis 4. September laufende diesjährige Handelsmesse SEMICON Taiwan zur Sprache, durch welche internationale Halbleiterfirmen auf kooperative Weise geschäftliche Gelegenheiten für modernste Aufbau- und Verbindungstechnik von Computerchips für künstliche Intelligenz (KI) ausloten könnten.
Taiwan weise ein hochgradig integriertes Halbleitermilieu auf, warb Lai und fügte hinzu, Europa sei auf Ausstattung, Materialien, Forschung und hochwertige Fertigung spezialisiert. Er freue sich darauf, Abkommen mit der EU zu schließen, um zur Stimulierung industrieller Zusammenarbeit Doppelbesteuerung zu vermeiden und Investitionsschutz zu verstärken.
—Quelle: Taiwan Today, 09/02/2026 (POC-E)
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