08.06.2026

Taiwan Today

Wirtschaft

Taiwan und Großbritannien richten Workshop über Schadstoffverringerung aus

18.05.2026
Taiwans stellvertretender Umweltminister Hsieh Yein-rui und die britische Repräsentantin in Taiwan Ruth Bradley Jones am 12. Mai in Taipeh beim britisch-taiwanischen Workshop über Verringerung kohlenstoffhaltiger Schadstoffe in der Industrie. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Ministry of Environment)
Taiwan und Großbritannien richteten am 12. Mai in Taipeh einen Workshop über Verringerung kohlenstoffhaltiger Schadstoffe in der Industrie aus, was die Entschlossenheit der beiden gleichgesinnten Partner hervorhebt, den Übergang zur Klimaneutralität voranzubringen und die bilaterale Kooperation im Bereich Klimawandel zu verbessern.
 
Die von Taiwans Umweltministerium und dem Britischen Büro Taipeh (British Office Taipei, BOT) organisierte Veranstaltung wurde vom stellvertretenden Umweltminister Hsieh Yein-rui und der BOT-Repräsentantin Ruth Bradley‑Jones moderiert. Der Generaldirektor der Klimawandel-Verwaltung (Climate Change Administration, CCA) im Umweltministerium Tsai Lin-yi und Harley Collins, im britischen Ministerium für Energiesicherheit und Klimaneutralität (Department for Energy Security and Net Zero, DESNZ) zuständig für industrielle Schadstoffminderung, hielten Fachvorträge.
 
Nach Auskunft des Umweltministeriums umfasste der Workshop vier Podiumsdiskussionen über die Gestaltung intelligenter und flexibler Stromnetz-Infrastruktur, Ausweitung von Lösungen für Schadstoffminderung in der Schwerindustrie, Beistand für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum Bewältigen von Schadstoffminderungs-Hindernissen sowie Meinungsaustausch über gerechten Umbau von Mechanismen zur Unterstützung von Arbeitnehmer:innen.
 
Während des Workshops erklärte Hsieh, Taiwan habe das Ziel, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen, gesetzlich festgeschrieben, und die nationalen Ziele zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes seien bezogen auf das Niveau von 2005 auf 26-30 Prozent bis zum Jahr 2030 und 36-40 Prozent bis zum Jahr 2035 angepasst worden. Das im vergangenen Jahr eingeführte System für CO2-Bepreisung solle außerdem mit dem Taiwan-Fonds für umweltfreundliches Wachstum verbunden werden, um den Wandel zu Schadstoffminderung in der Industrie zu beschleunigen, warb er.
 
Taiwan und Großbritannien ergänzen einander bei Schadstoffminderung in der Industrie, charakterisierte Bradley‑Jones. Die beiden Länder betrachteten die Angelegenheit als einen umfassenden ökonomischen Wandel und weniger als einzelne Klima-Herausforderung, bemerkte sie.
 
Nach dem Workshop traf Umweltminister Peng Chi-ming am 13. Mai in Taipeh mit den Teilnehmer:innen zusammen, darunter Repräsentant:innen vom DESNZ und von britischen Unternehmen.
 
Beim Gespräch über Pläne für zukünftige Zusammenarbeit stellte Peng klar, Taiwan werde aus britischen Erfahrungen lernen und mehr marktorientierte Konzepte einführen, um das System für Emissionshandel voranzubringen. Britische Unternehmen und Finanzen seien willkommen, in Taiwan zu investieren, besonders in klimaneutralen Gewerben wie Offshore-Windkraft, CO2-Abscheidung und -Speicherung, ergänzte der Ressortchef.
 
Peng rechnet ferner damit, dass die beiden Seiten zu internationalen und asiatischen Klimaneutralitäts-Märkten Beiträge leisten werden, indem sie Taiwans Vorzüge bei Gewerben der Sparten Halbleiter, Informations- und Kommunikationstechnologie (Information and Communication Technology, ICT), dem Kapitalmarkt sowie Großbritanniens Stärken im Finanzwesen, bei Klimapolitik und Innovation nutzen.
 
—Quelle: Taiwan Today, 05/15/2026 (YCH-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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