Taiwans Außenminister Lin Chia-lung hielt am 13. Oktober vor dem Warschauer Sicherheitsforum in Polen eine Grundsatzrede mit dem Titel „Das Taiwan-Modell: ein vertrauenswürdiger Partner für Europas Re-Industrialisierung“.
An dem Forum nahmen Repäsentant:innen aus den akademischen Sektoren, der Zivilgesellschaft, den Medien sowie Politiker:innen aus Polen und anderen europäischen Ländern teil, berichtete das Außenministerium in Taipeh.
Als Drehscheibe für moderne Halbleiter, Elektronik und Präzisionsfertigung sei Taiwan komplementär zu Europa mit der dortigen Spezialisierung auf Fahrzeugtechnik, Chemikalien, Design und industriellen Maschinen, beschrieb Lin und betonte, Taiwan gebe Wissen weiter und baue Vertrauen auf den Werten Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auf, welche alle wesentlich für das Taiwan-Modell seien.
Taiwans Investitionen in Europa würden dort Arbeitsplätze schaffen, Expertise weitergeben und industrielle Milieus stärken, was erkennbar sei an den Investitionen des Halbleiterkonzerns Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) in Deutschland, von Global Wafers Co. in Italien und von der Foxconn Technology Group in Frankreich, zählte Lin auf. Derzeit würden Pläne geprüft, in Polen einen Taiwan Electrical and Electronic Manufacturers' Association Technology Park einzurichten, um die bilaterale Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz (KI), Elektrofahrzeugen und Konzepten für intelligente Städte zu fördern.
Seit seinem Amtsantritt als Außenminister vor zweieinhalb Jahren habe er Europa acht Mal besucht und wachsende Verbindungen zwischen den beiden Seiten verzeichnet, enthüllte der Ressortchef. Taiwan sei entschlossen, beim Gestalten einer freien, sicheren und wohlhabenden Zukunft eine Rolle als vertrauenswürdiger langfristiger Partner für Europa auszufüllen, so Lin.
—Quelle: Taiwan Today, 10/15/2026 (POC-E)
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