17.09.2026

Taiwan Today

Politik

Vizepräsidentin Hsiao bei Freiheits- und Demokratie-Konferenz in Italien

16.09.2026
Taiwans Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (Zweite von rechts) am 11. September in Ventotene (Italien) bei der 2. Europäischen Konferenz für Freiheit und Demokratie. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Außenministeriums)
Taiwans Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim nahm am 11. September auf der süditalienischen Insel Ventotene an der 2. Europäischen Konferenz für Freiheit und Demokratie teil und erörterte dabei Taiwans Rolle bei der Zukunft von Freiheit und Demokratie.
 
Begleitet wurde die Stellvertreterin des Staatsoberhauptes von Außenminister Lin Chia-lung. An der Konferenz nahmen über 100 politische Persönlichkeiten und Repräsentant:innen aus dem akademischen Bereich, von demokratischen Gruppen und den Medien teil. Pina Picierno, eine der Vizepräsidentinnen des Europaparlaments, und der ehemalige italienische Außenminister Gianni Vernetti waren ebenfalls bei der Konferenz vertreten.
 
Zur Gemeinde Ventotene gehört die Insel Santo Stefano, wo zwischen 1797 und 1965 ein Gefängnis betrieben wurde. Die Gemeinde habe in Europas Abwehr von Autoritarismus und beim Streben nach Freiheit und Integration eine historische Position, urteilte Hsiao und merkte an, dass sich in diesem Jahr Taiwans erste direkte Präsidentschaftswahl zum 30. Mal jähre und das Land seitdem eine sehr schwierige Phase der Demokratisierung durchlaufen habe.
 
Taiwan stärke angesichts zunehmender militärischer Herausforderungen, Grauzonen-Druck und wirtschaftlicher Nötigung seine Volkswirtschaft, die Verteidigungskapazitäten und die gesamtgesellschaftliche Belastbarkeit, so Hsiao. Keine Insel sei zu klein, um eine eigene Stimme zu haben oder Respekt zu verdienen, mahnte sie und stellte klar, Taiwan werde fortgesetzt mit seinen Partnern daran arbeiten, Freiheit, menschliche Würde und Demokratie zu verteidigen.
 
Vizepräsidentin Hsiao nahm ferner an einer von Picierno ausgerichteten Veranstaltung teil und traf mit den Abgeordneten des Europaparlaments Sandro Gozi und Valérie Hayer aus Frankreich, dem Leiter des Liaisonsbüros des Europaparlaments Carlo Corazza und Ventotenes Bürgermeister Carmine Caputo zusammen. Während ihres Aufenthaltes in Italien besichtigte sie nach Auskunft des Außenministeriums überdies römische Zisternen und ein archäologisches Museum.
 
Wie das Präsidialamt verlautete, hielt Hsiao am 14. September nach ihrer Rückreise bei der Ankunft am internationalen Flughafen Taiwan Taoyuan eine Ansprache und erklärte, es sei ihr eine Ehre gewesen, auf Einladung von Picierno und Corazza an der Konferenz teilzunehmen, und während der Reise habe sie erneut die Sorge der internationalen Gemeinschaft um Taiwan wahrgenommen.
 
Taiwan bleibe seiner demokratischen Lebensweise und den Bemühungen, Frieden und Wohlstand in der Region voranzubringen, weiterhin verpflichtet, unterstrich Hsiao und fügte hinzu, gemäß ihren Erwartungen werde der Besuch zeigen, dass Taiwan sich trotz der schwierigen Lage anhaltend mit der Welt vorwärtsbewegen werde.
 
—Quelle: Taiwan Today, 09/14/2026 (SFC-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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