17.09.2026

Taiwan Today

Politik

Taiwans stellvertretender Außenminister Wu von France 2 interviewt

14.09.2026
Taiwans stellvertretender Außenminister François Chih-chung Wu (rechts) hob während eines Interviews mit France 2 am 13. August in Taipeh die Bedeutung von Taiwans Demokratie und des Halbleitersektors hervor. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Außenministeriums)
Nach den Worten von Taiwans stellvertretendem Außenminister François Chih-chung Wu sind Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft.
 
So äußerte sich der Stellvertreter des Ressortchefs in Taipeh während eines Interviews für ein Segment über Taiwans Bereitschaft hinsichtlich der militärischen Bedrohung durch die VR China, das am 7. September auf France 2 ausgestrahlt wurde.
 
Laut Wu war Taiwan nie Teil der VR China, daher seien Beijings Pläne für Taiwan nicht Wiedervereinigung, sondern Eroberung. Taiwan befinde sich an einer entscheidenden Position in der ersten Inselkette und besitze den modernsten Halbleitersektor der Welt, und die demokratische Entwicklung des Landes diene als Beispiel einer ethnisch chinesischen Gemeinschaft, welche die Universalwerte Freiheit, Demokratie und freie Wahlen aufrechterhalte, definierte er.
 
Im vergangenen Jahr seien Militärflugzeuge der VR China über 5000 Mal in Taiwans Luftverteidigungs-Identifikationszone (Air Defense Identification Zone, ADIZ) eingedrungen, enthüllte der stellvertretende Minister. Die Regierung müsse der Welt zeigen, wie ernst die eskalierenden Drohungen Beijings seien, und die Bedeutung von Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße müsste verdeutlicht werden, mahnte Wu und ergänzte, Taiwan sei voll und ganz darauf vorbereitet, seine gesellschaftliche Stabilität und Wirtschaftsentwicklung aufrechtzuerhalten.
 
Die anhaltenden Investitionen von Taiwans Regierung in Ausgaben für Landesverteidigung belegten die Entschlossenheit, Taiwans Verteidigungskapazitäten zu verbessern, bemerkte Wu. Das Ziel sei, keinen Krieg mit der VR China zu führen, sondern klarzumachen, dass Beijing im Falle von Anwendung militärischer Gewalt gegen Taiwan einen unerträglich hohen Preis zahlen müsse, unterstrich er.
 
Der Stellvertreter des Außenministers gab zu bedenken, dass eine Blockade in der Taiwanstraße verheerende Folgen für die Volkswirtschaften nicht nur von Japan, Südkorea und Südostasien, sondern für die ganze Welt nach sich ziehe. Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße zu wahren werde dazu beitragen, die Interessen aller Länder in der Region zu schützen, warb er.
 
—Quelle: Taiwan Today, 09/11/2026 (SFC-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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