14.09.2026

Taiwan Today

Politik

Delegation aus Japans Präfektur Kanagawa von Präsident Lai empfangen

11.09.2026
Taiwans Staatspräsident Lai Ching-te (vordere Reihe, Mitte) traf am 7. September im Präsidialamt in Taipeh mit einer Gruppe des Japan-Taiwan-Freundschaftsverbandes der Präfektur Kanagawa zusammen. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Präsidialamtes)
Taiwans Staatspräsident Lai Ching-te bekundete seine Hoffnung auf eine Ausweitung der industriellen Zusammenarbeit mit der japanischen Präfektur Kanagawa, um dadurch eine sicherere belastbarere demokratische Lieferkette zu schaffen.
 
So äußerte sich das Staatsoberhaupt am 7. September im Präsidialamt in Taipeh während einer Begegnung mit einer 60-köpfigen Gruppe unter der Leitung von Kenji Nakanishi, Abgeordneter in Japans Repräsentantenhaus (Shūgiin) und Vorsitzender des Japan-Taiwan-Freundschaftsverbandes der Präfektur Kanagawa.
 
Dieses Jahr feiere der Verband sein 60-jähriges Bestehen, lobte Lai und brachte seine Dankbarkeit für die wichtige Rolle zum Ausdruck, welche der Verband bei der Vertiefung der taiwanisch-japanischen Beziehungen durch Ausrichten von Veranstaltungen und Besuchen gespielt habe. Ferner dankte Lai dem Verband dafür, zahlreiche Spendenaktionen organisiert zu haben, um Taiwan nach Erdbeben bei der Katastrophenhilfe beizustehen.
 
Taiwan und Japan seien maßgebliche Wirtschafts- und Handelspartner, definierte Lai und stellte fest, dass Taiwans Handelsvolumen mit Japan im vergangenen Jahr 84,85 Milliarden US$ erreicht habe, und er sprach sich für einen noch engeren Austausch bei Informations- und Kommunikations-Technologie (Information and Communications Technology, ICT) sowie mechanischen Komponenten aus.
 
Der in der nordtaiwanischen Stadt Hsinchu beheimatete Halbleiterkonzern Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) habe in Kanagawa — einem Brennpunkt modernster Fertigung und für Hightechgewerbe in Japan — ein Designzentrum aufgebaut, berichtete Lai und fügte hinzu, 13 weitere taiwanische Unternehmen wie Advanced Semiconductor Engineering Inc. (ASE) mit Sitz in der südtaiwanischen Hafenmetropole Kaohsiung hätten ebenfalls in der Präfektur Betriebe eingerichtet, überdies hätten 78 in Kanagawa ansässige Firmen wie Nissan Motor Co. in Taiwan investiert.
 
In seiner Antwort machte Nakanishi darauf aufmerksam, dass Taiwan nach dem schweren Erdbeben am 28. Juli in der Präfektur Kumamoto beträchtliche Unterstützung geboten habe, was Premierministerin Sanae Takaichi sehr zu schätzen wisse. Da Japan und Taiwan beide durch Naturkatastrophen gefährdet seien, müssten die beiden Seiten ihre Zusammenarbeit bei Katastrophenverhütung fortgesetzt stärken.
 
Des Weiteren pries Nakanishi die engen bilateralen Verbindungen unter Hinweis auf zusätzliche Investitionen von TSMC in Kumamoto, was die Wirtschaft in der Präfektur weithin angekurbelt hätte.
 
—Quelle: Taiwan Today, 09/10/2026 (POC-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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