Taiwans Exekutiv-Yuan — also das Regierungskabinett des Landes — billigte am 6. August Entwürfe für Änderungen am Gesetz über Katastrophenverhütung und Katastrophenschutz, was die Entschlossenheit der Regierung vorführt, ein System für Umgang mit Katastrophen zu schaffen, bei dem fachliche Expertise, engagiertes Personal und spezialisierte Katastrophenverhütung im Mittelpunkt stehen.
Wie Taiwans Innenministerium verlautete, wurden bei den Entwürfen Tsunamis und Bruch der Barrieren von Erdrutschseen in die Liste gesetzlich festgelegter Naturkatastrophen aufgenommen, wobei das Innenministerium bzw. das Landwirtschaftsministerium die jeweils zentralen Behörden sind. Eine besonders vorgesehene eigene Behörde werde die Zuständigkeit vom Zentralen Katastrophenverhütungs- und Katastrophenschutz-Rat im Exekutiv-Yuan sowie dem Amt für Umgang mit Katastrophen übernehmen, um Einsätze nach schwereren Katastrophen zu koordinieren, kündigte das Ministerium an.
Staatliche Behörden seien verpflichtet, einen Beamten für Katastrophenverhütung zu ernennen, um innerhalb von Behörden die Bereitschaft für Katastrophen zu fördern und zu beaufsichtigen, erläuterte das Innenministerium und fügte hinzu, alle Regierungs- und Verwaltungsebenen und öffentliche Versorgungsbetriebe sollten ebenfalls hauptamtliches Personal für Katastrophenverhütung und Hilfseinsätze beschäftigen.
Kreisfreie Städte, Städte unterhalb der Kreisebene, Gemeinden, Stadtbezirke und Ureinwohner-Berglandbezirke seien alle verpflichtet, Koordinationzentren für Katastrophenverhütung einzurichten, und das Personal in diesen Zentren könne bei Bedarf militärisches Reservepersonal dazu auffordern, bei Evakuierungen, Betrieb von Notunterkünften und Verteilung von Hilfsgütern zu helfen.
Das Gesetz sei seit seiner Verkündung am 19. Juli 2000 elf Mal geändert worden, enthüllte das Innenministerium. Weitere Änderungen seien erforderlich, um mit Herausforderungen umzugehen, die durch extreme Klima-Ereignisse und komplexe Naturkatastrophen verursacht würden wie im vergangenen Jahr der Taifun Danas und das Überfließen des Erdrutschsees am Mataian-Fluss im osttaiwanischen Landkreis Hualien, vermerkte das Ministerium und stellte klar, solche Änderungen würden die Kapazitäten für den Umgang mit Naturkatastrophen sowie die Belastbarkeit von Lokalverwaltungen und Ämtern stärken.
Nach der Billigung durch das Regierungskabinett werden die Änderungsentwürfe laut Innenministerium dem Legislativ-Yuan (also Taiwans Parlament) zur Prüfung vorgelegt.
—Quelle: Taiwan Today, 08/07/2026 (YCH-E)
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