26.07.2026

Taiwan Today

Politik

Polnische Europaparlaments-Delegation bei Präsident Lai

23.07.2026
Taiwans Staatspräsident Lai Ching-te (rechts) traf am 21. Juli im Präsidialamt in Taipeh mit einer Delegation des Europaparlaments unter der Führung der ehemaligen polnischen Ministerpräsidentin und derzeitigen Angehörigen des Sonderausschusses des Europäischen Parlaments für den Europäischen Demokratieschutzschild (EUDS) Beata Szydło zusammen. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Präsidialamtes)
Taiwans Staatspräsident Lai Ching-te erklärte am 21. Juli, dass Taiwan entschlossen sei, die Zusammenarbeit mit Demokratien wie Polen zu vertiefen, um gemeinsam die Expansion von Autoritarismus und andere Herausforderungen zu bewältigen.
 
So äußerte sich das Staatsoberhaupt im Präsidialamt in Taipeh während einer Begegnung mit einer Delegation vom Europaparlament aus polnischen Abgeordneten der Europäischen Konservativen und Reformer (European Conservatives and Reformists Group, ECR). Geführt wurde die Gruppe von Beata Szydło, von 2015 bis 2017 polnische Ministerpräsidentin und derzeit Mitglied des Sonderausschusses des Europäischen Parlaments für den Europäischen Demokratieschutzschild (European Democracy Shield, EUDS).
 
Das Europaparlament hatte in diesem Jahr zahlreiche taiwanfreundliche Resolutionen und Berichte angenommen, darunter Maßnahmen zur Stärkung der Kooperation zwischen Taiwan und der Europäischen Union (EU) bei Drohnentechnologie, Unterstützung für Taiwans internationale Beteiligung, Vertiefung von Partnerschaften zwischen Taiwan und der EU sowie Bekräftigung der Bedeutung von Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße, zählte Lai auf. Das Parlament habe ferner die VR China im April dazu aufgerufen, ihr „Gesetz zur Förderung ethnischer Einheit und Fortschritt“ zurückzunehmen, und im vorigen Monat war eine Resolution gegen transnationale Unterdrückung durch Beijing angenommen worden, ergänzte er.
 
Dieses Vorgehen zeige das resolute Engagement der EU für die Universalwerte Demokratie und Respekt vor Menschenrechten sowie ihre Unterstützung für Taiwan, interpretierte Lai und fügte hinzu, Taiwan glaube fest daran, dass Frieden und Stabilität in der Region und weltweit nur durch Zusammenarbeit gleichgesinnter Partner zur Stärkung demokratischer Belastbarkeit geschützt werden könne.
 
In Schlüsselbereichen wie künstliche Intelligenz (KI), Drohnen, umweltfreundliche Energie und Halbleiter würden Taiwan und Polen einander in großem Maße ergänzen, beschrieb Lai und verwies auf ein Kooperationsmemorandum über industrielle Innovation, Forschung und Entwicklung, welches Taiwans Wirtschaftsministerium und Polens Nationalzentrum für Forschung und Entwicklung im vorigen Monat unter Dach und Fach gebracht hatten. Er freue sich auf anhaltende Zusammenarbeit der beiden Seiten bei Forschung und Entwicklung sowie Marktexpansion, um eine sicherere und belastbarere demokratische Lieferkette aufzubauen, unterstrich er.
 
In ihrer Antwort charakterisierte Szydło Taiwan als vertrauenswürdigen Partner für Europa. Sie lobte Taiwans Errungenschaften bei KI, Halbleitern und aufkommenden Technologien, und sie bekundete ihre Hoffnung, dass die Wirtschafts- und Handelsverbindungen zwischen Taiwan und Polen weiter wachsen würden.
 
Jegliche Streitigkeiten über die Taiwanstraße müssten friedlich beigelegt werden, forderte Szydło und merkte an, die EU sollte die Kooperation mit vertrauenswürdigen Demokratien wie Taiwan stärken. Sie hofft, dass das Verhältnis zwischen Taiwan und Europa sich weiter auf pragmatische, offene und langfristige Weise entwickeln werde.
 
—Quelle: Taiwan Today, 07/22/2026 (YCH-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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