Taiwans stellvertretender Außenminister Chen Ming-chi hob Taiwans Entschlossenheit hervor, Verteidigungsreformen voranzutreiben, um Kapazitäten asymmetrischer Kriegführung aufzubauen und die Fähigkeit zur Selbstverteidigung vorzuführen.
Während eines Interviews mit dem CNN-Chefkorrespondenten für nationale Sicherheit Jim Sciutto am 15. Juli für die Nachrichtensendung „The Brief“ äußerte sich der Stellvertreter des Ressortchefs ferner über die Vertiefung der Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern für den Schutz von Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße und in der gesamten ersten Inselkette.
Laut Chen beschränkt sich die Bedrohung Taiwans nicht auf die Möglichkeit einer militärischen Invasion durch die VR China, denn ihre anhaltende Grauzonen-Nötigung stelle eine tägliche Herausforderung dar. Der stellvertretende Minister beschrieb Beijings häufige Militärmanöver in der Nähe von Taiwan und die jüngste Entsendung von Küstenwachenschiffen zur Durchführung so genannter Rechtsvollzug-Einsätze in Gewässer östlich der Insel, und er beurteilte diese Handlungen als gefährlich.
Die Bedeutung der Straße von Hormus hebe die Wichtigkeit internationaler Schifffahrtswege für die globale Sicherheit und den Welthandel hervor, definierte Chen und warnte, dass die Folgen einer Blockade der Taiwanstraße unvorstellbar seien. Taiwan werde fortgesetzt den Status Quo in der Taiwanstraße gewährleisten, indem die Kapazitäten des Landes für Selbstverteidigung verbessert sowie die Navigations- und Überflugfreiheit aufrechterhalten würden, ergänzte er.
Der bislang umfangreichste Verkauf von Rüstungsgütern durch die USA an Taiwan im vergangenen Jahr demonstriere die Unterstützung der USA für Taiwans entsprechende Anstrengungen, kommentierte Chen. Da die VR China beständig ihre militärische Macht ausbaue, brauche Taiwan dringend entsprechende Verteidigungskapazitäten, um die immer ernsthafteren Sicherheits-Herausforderungen zu meistern, appellierte er.
Das Interview fand statt, als Chen für die Teilnahme am Aspen Security Forum vom 14. bis 17. Juli in Colorado die USA besuchte, erläuterte das Außenministerium. Chen tauschte überdies mit Akademiker:innen, politischen Persönlichkeiten und Meinungsführer:innen aus aller Welt Ansichten über Fragen wie regionale Sicherheit und Belastbarkeit von Lieferketten aus, und er gab während der Veranstaltung zahlreichen internationalen Medienanstalten Interviews.
—Quelle: Taiwan Today, 07/20/2026 (YCH-E)
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