Eine vom 23. bis 26. Juni von Außenminister Lin Chia-lung geleitete Wirtschafts- und Handelsdelegation nach Italien habe den Geist der integrierten Diplomatie Taiwans unter Beweis gestellt und die bilateralen Beziehungen vertieft, erklärte das Außenministerium (MOFA) am 27. Juni.
Während seines Aufenthalts nahm Lin am 25. Juni in Mailand an einer Konferenz zur Stärkung der Resilienz von Lieferketten sowie an einer bilateralen Wirtschaftsveranstaltung des Regionalrats der Lombardei teil. Später am selben Tag gab er ein Bankett, an dem rund 50 italienische Politikerinnen und Politiker sowie Wirtschaftsvertreter teilnahmen, darunter Marcello Maria Ventura, Vorsitzender des Ausschusses für Produktion, Bildung, Ausbildung und Beschäftigung des Regionalrats, Ivan Rota, Vorsitzender der Taiwan-Freundschaftsgruppe des Regionalrats, sowie Giuseppe Pasini, Präsident des regionalen Unternehmerverbands Confindustria Lombardia.
Der Außenminister dankte zunächst der italienischen Regierung und dem Parlament für ihre Unterstützung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße sowie für die internationale Teilhabe Taiwans. Er betonte, dass die Förderung des gegenseitigen kulturellen Verständnisses eine Schlüsselrolle bei der Verbindung der Menschen in Taiwan und Italien spiele. Taiwan werde daher die Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Industrie und Innovation weiter ausbauen.
Rota würdigte seinerseits die immer engeren Beziehungen zwischen Taiwan und Italien und erklärte, er freue sich auf eine weitere Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in allen Bereichen.
Lin besuchte zudem taiwanische Unternehmen mit Niederlassungen in Italien, darunter MEMC Electronic Materials S.p.A., HIWIN Italy und NHOA Energy, eine Tochtergesellschaft der Taiwan Cement Corp.
Nach Angaben des Außenministeriums besuchte der Minister am 24. Juni außerdem das Geigenmuseum in Cremona. Er äußerte die Hoffnung auf eine intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Museum und Taiwan, nachdem das Chimei-Museum in Tainan der Einrichtung bereits 2013 22 Streichinstrumente als Leihgabe zur Verfügung gestellt hatte.
Die Regierung werde weiterhin mit gleichgesinnten Partnern zusammenarbeiten, um die demokratische Resilienz zu stärken und die Zusammenarbeit mit Europa in den Bereichen Kultur, Wirtschaft sowie wertebasierte Diplomatie umfassend auszubauen, so das Ministerium abschließend.
—Quelle: Taiwan Today, 06/29/2026 (YCH-E)
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