Anmerkungen vom Amerikanischen Institut in Taiwan (AIT) und eine gemeinsame Stellungnahme des Britischen Büros Taipeh (British Office Taipei, BOT), des Französischen Büros in Taipeh und des Deutschen Instituts Taipei, welche Besorgnis über jüngste Belästigung von Handelsschiffen durch die VR China in Gewässern östlich von Taiwan zum Ausdruck brachten, werden von Taiwans Bevölkerung und Regierung außerordentlich begrüßt.
Wie das Außenministerium in Taipeh verlautete, hatte das AIT mitgeteilt, der Anspruch der VR China auf Gewässer, die seit über 70 Jahren friedlich von Taiwan verwaltet würden, stelle eine schwere Beeinträchtigung der regionalen Stabilität dar. Der Anspruch widerspreche außerdem den eigenen Feststellungen Beijings, dass es für friedliche Beilegung jeglicher Streitigkeiten eintrete, enthüllte das Ministerium.
Die Institution gab ferner an, dass die USA jegliche Ansprüche der VR China, sie sei befugt, in die Navigationsfreiheit und Überflugsfreiheit, die Freiheit zum Verlegen von Unterseekabeln und sonstige rechtmäßige Nutzung des Meeres einzugreifen, entschieden zurückwiesen. Die USA appellierten an die VR China, ihren militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Taiwan einzustellen und stattdessen bedeutungsvollen Dialog mit Taiwans demokratisch gewählter Regierung zu führen.
Die am 24. Juni verbreitete gemeinsame Stellungnahme enthielt ähnliche Einschätzungen und bekräftigte die Ablehnung jeglicher einseitiger Versuche, den Status Quo zu ändern, besonders durch Drohungen oder den Einsatz von Gewalt oder Nötigung. Sämtliche Navigationsrechte und -freiheiten sowie die Sicherheit von Seeleuten und Schiffen müssten garantiert und respektiert werden, hieß es in dem Text.
Das Außenministeirum kommentierte, dass staatliche Boote der VR China während des ganzen Monats Juni fortgesetzt illegalerweise in die Gewässer östlich von Taiwan und unweit der Insel Taiping eingedrungen seien. Dieses Verhalten, das den Frieden, die Stabilität und die internationale Ordnung untergrabe, habe in der internationalen Gemeinschaft ernste Sorge hervorgerufen, ergänzte das Ministerium.
Weder Taiwan noch die VR China seien einander untergeordnet, definierte das Außenministerium. Taiwan übe im Einklang mit dem Völkerrecht und dem Seerecht die Souveränität und Hoheitsrechte über seine territorialen und angrenzenden Gewässer aus, und die VR China habe kein Recht, illegale Maßnahmen gegen Schiffe zu ergreifen, die innerhalb von Taiwans Ausschließlicher Wirtschaftszonen (Exclusive Economic Zone, EEZ) ihre Navigationsfreiheit wahrnähmen, unterstrich das Ministerium.
Das Außenministerium rief die VR China dazu auf, mit der Eskalation von Drohungen gegen Taiwan und die Region aufzuhören, und das Regime solle nicht länger versuchen, die internationale Meeresordnung zu unterhöhlen. Das Ministerium will mit gleichgesinnten Ländern gemeinsam daran arbeiten, die rechtmäßige Nutzung des Meeres zu schützen sowie Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region zu verteidigen, gelobte das Ministerium.
—Quelle: Taiwan Today, 06/26/2026 (YCH-E)
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