19.06.2026

Taiwan Today

Politik

Taiwans stellvertretender Außenminister Wu von Euronews interviewt

15.06.2026
Taiwans stellvertretender Außenminister François Chih-chung Wu (rechts) bekräftigte während eines am 3. Juni in Taipeh geführten Interviews mit der Journalistin Pascale Davies von Euronews Next Taiwans Entschlossenheit, die Partnerschaft mit Europa zu vertiefen. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Außenministeriums)
Nach den Worten von Taiwans stellvertretendem Außenminister François Chih-chung Wu ist das Land fest entschlossen, Freiheit und Demokratie aufrechtzuerhalten, die globale Zusammenarbeit zu vertiefen sowie Frieden und Stabilität in der Region zu wahren.
 
So äußerte sich der Stellvertreter des Ressortchefs während eines unlängst in Taipeh geführten Interviews mit der Journalistin Pascales Davies für einen Artikel über Taiwans Silizium-Schild, der am 10. Juni von der Medienanstalt Euronews Next veröffentlicht wurde.
 
Laut Wu ist die Taiwanstraße eine für den Welthandel sowie die Branchen Energie und Hightech bedeutende Wasserstraße. Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße zu wahren sei mehr als eine regionale Angelegenheit, tatsächlich liege dies im gemeinsamen Interesse der gesamten internationalen Gemeinschaft, definierte er.
 
Taiwans Geschichte sei erheblich komplizierter als Beijings irreführende Erzählweise, dass es immer schon ein Teil Chinas gewesen sei, unterstrich Wu. Anders als Hongkong habe Taiwan eine eigene Armee und Außenpolitik, und das Land werde weiterhin seine Demokratie und Lebensweise verteidigen, während gleichzeitig Frieden und Stabilität aufrechterhalten würden, so Wu.
 
Hinsichtlich Taiwans Rolle in der weltweiten Hightech-Lieferkette kommentierte Wu, das einheimische Halbleitergewerbe sei auf langfristiger und enger Kooperation mit Europa aufgebaut worden, und er verwies auf Ausstattung und Materialien unterschiedlicher Art, welche von den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Belgien geliefert würden. „In einem Quadratzentimeter Silizium steckt ganz Europa“, verglich er.
 
Trotz der anhaltenden Drohungen durch die VR China habe Taiwan seine Demokratie aufrechterhalten, Wirtschaftswachstum gefördert und seine gesellschaftliche Belastbarkeit verbessert, stellte Wu klar und merkte an, Europa werde von Taiwan nicht um Eintritt in einen Krieg gebeten, stattdessen freue Taiwan sich darauf, die Freundschaft und Kooperation in Bereichen wie Wirtschaft und Handel, Technologie, Heranbilden von talentiertem Nachwuchs und Lieferkettensicherheit zu vertiefen.
 
—Quelle: Taiwan Today, 06/12/2026 (SFC-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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