Eine am 21. Mai durch die Repräsentativbüros von neun Ländern verbreitete gemeinsame Stellungnahme, in der zu einer bedeutungsvollen Beteiligung von Taiwan in der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) und Beteiligung als Beobachter in der Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) aufgerufen wurde, ist von Außenminister Lin Chia-lung aufrichtig begrüßt worden.
Wie das Außenministerium in Taipeh verlautete, wurde die Stellungnahme von den Repräsentativbüros Australiens, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Japans, Kanadas, Litauens, Polens und der Tschechischen Republik veröffentlicht. Es war das sechste Mal in Folge, dass Partnerländer eine solche Stellungnahme mit bekundeter Unterstützung vorlegten, enthüllte das Außenministerium.
Als hochgradig fähiges, engagiertes und verantwortungsbewusstes Mitglied der globalen Gesundheitsgemeinschaft war Taiwan zwischen 2009 und 2016 als Beobachter zur WHA eingeladen worden, doch blieb das Land zum Beginn der diesjährigen 79. WHA in Genf größtenteils vom internationalen Gesundheitssystem der Welt ausgeschlossen, hieß es in der Stellungnahme.
Taiwans deutliche Fähigkeiten, die Expertise bei öffentlicher Gesundheit, die demokratische Herrschaft und moderne Technologie stellen beträchtlichen Wert dar, welcher den Beratungen der WHA zugute kommen könnte, argumentierten die Autor:innen des Textes und merkten an, die Isolation des Landes von der WHA sei vollkommen ungerechtfertigt und würde die in den Gründungsdokumenten der WHO festgeschriebene inklusive globale Kooperation und Sicherheit bei öffentlicher Gesundheit untergraben.
Eine bedeutungsvolle Beteiligung Taiwans an der WHO käme nicht nur den Menschen in Taiwan, sondern auch den Menschen auf der ganzen Welt zugute und würde es der WHO ermöglichen, das Engagement der WHA für „Die Neugestaltung der globalen Gesundheit: Eine gemeinsame Verantwortung“ vollumfänglich zu veranschaulichen, hieß es in der Erklärung weiter.
Bis zum 20. Mai 2026 hatten 26 Länder und die Europäische Union (EU) Unterstützung für Taiwans Beteiligung in der WHA zum Ausdruck gebracht. Das Außenministerium äußerte große Dankbarkeit für diesen deutlichen Rückhalt.
Ansteckende Krankheiten und Gesundheitsrisiken kennen keine Grenzen, besonders in einer Zeit, in welcher die WHO vor den Risiken durch Hantavirus und Ebola für die globale öffentliche Gesundheit warnte, definierte das Außenministerium. Als unverzichtbarer Partner im internationalen Gesundheitsverbund sei Taiwan weiterhin bestrebt, durch fortschrittliche Gesundheitspolitik und umfassende Kapazitäten bei moderner Verwaltung öffentlicher Gesundheit seinen Beitrag zu leisten, fügte das Ministerium hinzu.
—Quelle: Taiwan Today, 05/22/2026 (SFC-E)
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