Taiwans Staatspräsident Lai Ching-te hielt am 12. Mai beim diesjährigen Demokratiegipfel in Kopenhagen eine vorab aufgezeichnete Video-Ansprache und bekräftigte darin Taiwans Entschlossenheit, als Kraft des Guten mit der Welt umzugehen.
Autoritäre Regimes würden weiterhin mit militärischer Einschüchterung, wirtschaftlicher Nötigung und Grauzonen-Einsätzen den Weltfrieden herausfordern, mahnte Lai und nannte als jüngstes Beispiel die Blockierung normaler Flugrouten durch die VR China, wegen der im vorigen Monat sein Staatsbesuch in Eswatini um über eine Woche verschoben werden musste.
Taiwan stehe bei der Verteidigung von Demokratie an vorderster Front, definierte Lai, und das Land sei bereit und fähig, seine Erfahrungen bei der Entwicklung von Technologien zur Unterstützung demokratischer Systeme, Schutz von freiem Handel und Stärkung der Verteidigungs-Belastbarkeit mit dem Rest der Welt zu teilen.
Im Besonderen werde Taiwan fortgesetzt seine Stärke bei Halbleitern und künstlicher Intelligenz (KI) nutzen und mit seinen Partnern daran arbeiten, eine vertrauenswürdige und belastbarere demokratische Lieferkette aufzubauen und Beiträge zur Sicherheit und Konjunktur der Weltwirtschaft zu leisten, zählte Lai auf.
Bei der Gelegenheit dankte Präsident Lai den USA wegen ihres Engagements für Taiwans Sicherheit, der Europäischen Union (EU) und anderen europäischen Ländern dafür, die Bedeutung von Frieden in der Taiwanstraße hervorgehoben zu haben, sowie Japan, Australien, den Philippinen und weiteren Partnern in der indo-pazifischen Region für ihre Unterstützung regionaler Stabilität.
Seit der ersten direkten Präsidentschaftswahl in Taiwan vor 30 Jahren hätten die Menschen anhaltend die Demokratie vertieft, Übergangsgerechtigkeit vorangebracht sowie Menschenrechte und unterschiedliche Werte hochgehalten, womit die Position des Landes als leuchtendes Vorbild für Demokratie in Asien gefestigt worden sei, lobte Lai.
Kein Versuch, Taiwan zu isolieren, werde das Recht und die Entschlossenheit der Menschen ändern, mit der Weltgemeinschaft umzugehen, betonte das Staatsoberhaupt. Lai rief Länder zu Einigkeit auf, um Demokratie zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass die nächste Generation sich einer freien, offenen, friedlichen und wohlhabenden Welt erfreuen könne.
Wie das Präsidialamt verlautete, nahmen an dem Gipfel Politiker:innen und Repräsentant:innen der Zivilgesellschaft aus aller Welt teil, darunter die dänische Premierministerin Mette Frederiksen, Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen und die frühere stellvertretende Premierministerin Kanadas Chrystia Freeland.
—Quelle: Taiwan Today, 05/13/2026 (SFC-E)
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