Taiwans Außenministerium und das Ministerium für Gesundheit und Soziales (Ministry of Health and Welfare, MOHW) richteten am 6. Mai in Taipeh gemeinsam die dritte Konferenz der Beratergruppe Medizin- und Gesundheits-Diplomatie aus, teilte das Außenministerium mit.
Die von Außenminister Lin Chia-lung und der stellvertretenden MOHW-Ministerin Lin Ching-yi geleitete Veranstaltung drehte sich um die Messe Taiwan Smart Medical and Health Tech Expo, die vom 17. bis 19. Mai am Rande der Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) in Genf stattfinden soll, berichtete das Außenministerium.
Während der Konferenz referierte der Generaldirektor der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Wirtschaftsfragen im Außenministerium Yeh Chih-cheng über die Expo, die unter dem Motto „Chip in with Taiwan“ die Beiträge des Landes zu KI-gestützter Medizin und Halbleitern hervorheben soll. Insgesamt 31 einheimische medizinische Institutionen und Unternehmen würden an der Veranstaltung teilnehmen, kündigte Yeh an.
Außenminister Lin kommentierte, zwar sei Taiwan von der WHA ausgeschlossen, doch habe das Land sein internationales Engagement aktiv ausgeweitet. Die Expo werde Taiwans Können bei der Integration von Informations- und Kommunikations-Technologie (Information and Communications Technologies, ICT) in die Gesundheitsgewerbe hervorheben, um vorzuführen, wie Taiwan dem globalen Gesundheitssystem innovative Lösungen zuführen könne, wenn man es dem Land erlaube, sich in der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) und ihren Konferenzen, Mechanismen und Aktivitäten einzubringen, warb das Außenministerium.
Daneben erzielten die Teilnehmer:innen an der Konferenz Einigkeit darüber, medizinische Einsatzgruppen in diplomatisch verbündete Länder in Mittelamerika und der Karibik zu entsenden, darunter Belize, Guatemala, St. Lucia, St. Kitts & Nevis (SKN) sowie St. Vincent & die Grenadinen (SVG). Außerdem wurde die Möglichkeit erörtert, pensionierte Fachleute mit Erfahrungen in Nichtregierungsorganisationen zu beschäftigen, um sich den medizinischen Teams anzuschließen oder Fernkurse über intelligente Medizin zu erteilen, womit die Schulung medizinischen Personals bei diplomatischen Verbündeten gefördert werden könne.
Außenminister Lin rechnet damit, dass langfristige medizinische Diplomatie die erweiterten Beziehungen mit verbündeten Ländern voranbringen könne, indem das Wohlergehen ihrer Bürger:innen verbessert werde.
—Quelle: Taiwan Today, 05/11/2026 (POC-E)
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