Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim erklärte am 18. März, dass Taiwan entschlossen sei, mit Finnland in Bereichen wie künstliche Intelligenz (KI), Wissenschaft und Technologie zusammenzuarbeiten, um gemeinsam auf Bedrohungen und Herausforderungen im Hightech-Zeitalter zu reagieren.
So äußerte sich die Stellvertreterin des Staatsoberhauptes im Präsidialamt in Taipeh während ihrer Begegnung mit einer parteiübergreifenden Delegation von Finnlands Parlament. Zu der Gruppe gehörten Mats Löfström, Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für Nachrichtendienst-Aufsicht sowie der Freundschaftsgruppe Finnland-Taiwan, und die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses Johanna Ojala-Niemelä.
Trotz der räumlichen Entfernung hätten Taiwan und Finnland viel gemeinsam, definierte Hsiao. Taiwan weise Vorzüge bei Halbleitern und Fertigung von Elektronik auf, während Finnland in den Bereichen Telekommunikation und Raumfahrttechnologien mit führend sei, bemerkte die Vizepräsidentin und ergänzte, Demokratien wie Taiwan und Finnland sollten zusammenarbeiten, um technologische Entwicklung voranzubringen.
Beide gleichgesinnte Partner hätten sich Freiheit und Demokratie verschrieben, betonte Hsiao und merkte an, Taiwan habe hinsichtlich Belastbarkeit von den Finnen gelernt, besonders in Bezug auf Bereitschaft für Krisen unterschiedlicher Art und sorgfältige Schulung von Zivilist:innen, um die Fähigkeit der Gesellschaft, mit Grauzonen-Herausforderungen umzugehen, zu steigern. Beide Länder seien zunehmend mit Bedrohungen wie Desinformation, Angriffen auf die Cybersicherheit sowie Störung von Unterseekabeln und Kommunikation konfrontiert, und Taiwan freue sich darauf, die Zusammenarbeit mit Finnland zu vertiefen, um das demokratische System zu stärken und die Fähigkeit, Störungen entgegenzuwirken, zu verbessern.
In diesem Monat jähre sich Taiwans erste direkte Präsidentschaftswahl zum 30. Mal, und jener Urnengang habe es den Taiwaner:innen ermöglicht, über ihre eigene Regierung und Lebensweise zu entscheiden, so Hsiao. Dieses wertvolle Recht müsse von der aktuellen Generation geschützt werden, mahnte sie und stellte klar, Taiwan schätze die Möglichkeit, in Kooperation mit Demokratien in aller Welt Universalwerte und gemeinsame Ziele zu bewahren.
—Quelle: Taiwan Today, 03/19/2026 (YCH-E)
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