Staatspräsident Lai Ching-te erklärte am 17. März, dass Taiwan entschlossen sei, mit gleichgesinnten Partnern daran zu arbeiten, Frieden und Stabilität in der Region zu wahren, gleichzeitig wolle man Konjunktur und Entwicklung in aller Welt fördern.
So äußerte sich das Staatsoberhaupt während einer Begegnung mit dem früheren polnischen Präsidenten Lech Wałęsa im Präsidialamt in Taipeh. Lai bekundete seine Verehrung für Wałęsa als Friedensnobelpreisträger und ersten demokratisch gewählten Präsidenten Polens nach Beginn der Demokratisierung des Landes.
Taiwan und Polen hätten beim Übergang von Autoritarismus zu Demokratie ähnliche Erfahrungen gemacht, beschrieb Lai und ergänzte, beide Länder hätten verstanden, dass der Schutz von Demokratie eine Daueraufgabe sei, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werde.
Dies sei das Jahr, in dem sich Taiwans erste direkte Präsidentschaftswahl zum 30. Mal jähre, so Lai. Direkt nach jener Wahl im März 1996 habe Wałęsa Taiwan erstmals besucht und eine Rede im Legislativ-Yuan (also Taiwans Parlament) gehalten, um den Taiwaner:innen Unterstützung und Ermutigung zu bieten. In den Jahren seither habe Wałęsa Taiwan häufig besucht und dabei den Ablauf von Taiwans Demokratisierung miterlebt, fügte Lai hinzu.
Taiwan sei entschlossen, weiter als Kraft des Guten zu handeln, beteuerte Lai. Angesichts solcher Herausforderungen wie rasanten geopolitischen Veränderungen und Grauzonen-Einmischungen müssten gleichgesinnte Länder zusammen auf Frieden in der Region und Förderung wirtschaftlichen Wohlstandes hinarbeiten, mahnte er und merkte an, Taiwan werde fortgesetzt mit Polen bei demokratischer Verteidigung, gesellschaftlicher Belastbarkeit und Lieferkettensicherheit sowie der Entwicklung von Wirtschaft, Handel und Technologie kooperieren.
In seiner Antwort kommentierte Wałęsa, im gegenwärtigen Zeitalter sollten Länder gemeinschaftlich durch anhaltenden Dialog und Austausch nach Frieden und Wohlstand streben, und er erwähnte, dass er wiederholt die VR China dazu aufgerufen habe, keine unpassenden Maßnahmen gegen Taiwan zu ergreifen. Polens ehemaliges Staatsoberhaupt stellte klar, er werde auch weiter an Taiwans Seite stehen, und unterstrich, Taiwans Zukunft solle vom taiwanischen Volk entschieden werden.
—Quelle: Taiwan Today, 03/18/2026 (YCH-E)
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