Eine von Kanadas und Südkoreas Außen- und Verteidigungsminister:innen verbreitete gemeinsame Stellungnahme, in welcher Unterstützung für Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße zum Ausdruck kam, wird von Taiwans Regierung und Bevölkerung außerordentlich begrüßt, teilte das Außenministerium in Taipeh mit.
Das Dokument war am 25. Februar in Ottawa nach der Außen- und Verteidigungs-Ministerialkonferenz (2+2) Kanada–Republik Korea, zu welcher Kanadas Außenministerin Anita Anand und Verteidigungsminister David McGuinty sowie ihre südkoreanischen Amtskollegen Cho Hyun und Ahn Gyu-back zusammengetroffen waren, veröffentlicht worden.
In der Stellungnahme hieß es, die beiden Länder lehnten einseitige Handlungen ab, welche danach strebten, den Status Quo über die Taiwanstraße zu ändern. Außerdem betonten sie, wie wichtig es sei, im Einklang mit dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (United Nations Convention on the Law of the Sea, UNCLOS) Frieden, Sicherheit, Stabilität und Navigationsfreiheit in und über dem Südchinesischen Meer aufrechtzuerhalten.
Es war die zweite 2+2-Ministerialkonferenz zwischen Kanada und Südkorea, berichtete das Außenministerium am 26. Februar und ergänzte, die beiden Länder hätten bei der Wahrung von Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße sowie von einer freien und offenen indo-pazifischen Region große Einigkeit an den Tag gelegt, und dies führe ferner die Wirksamkeit der im Juli 2024 verkündeten Umfassenden Strategischen Partnerschaft Kanada–Korea vor.
Am 27. Februar verbreitete das Außenministerium eine weitere Stellungnahme, um Benjamin Haddad, Delegationsminister für Europa in Frankreichs Ministerium für Europa und Äußeres, dafür zu danken, die Unterstützung seines Landes für Navigationsfreiheit in der Taiwanstraße bekräftigt zu haben.
Zur Antwort auf Fragen von Brigitte Devésa, der stellvertretenden Vorsitzenden der Taiwan-Freundschaftsgruppe im französischen Senat, hatte Haddad klargestellt, dass Frankreich in der Taiwanstraße und im Südchinesischen Meer bereits gemeinsame Patrouillen mit der britischen und der US-amerikanischen Kriegsmarine durchgeführt habe. Frankreich werde fortgesetzt mit anderen europäischen Partnern dabei zusammenarbeiten, Frieden und Sicherheit in der indo-pazifischen Region vorrangig zu behandeln, unterstrich er.
Devésa bemerkte dazu, dass eine Krise in der Taiwanstraße sich wahrscheinlich erheblich auf Europas Wirtschaft auswirken werde, und rief die französische Regierung und die Europäische Union (EU) dazu auf, Taiwan dabei zu helfen, sich dem Imperialismus der VR China entgegenzustellen.
Nach den Worten von Außenminister Lin Chia-lung ist Frankreich Taiwans Partner, und die beiden Länder hätten die Universalwerte Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gemeinsam. Taiwan werde weiterhin mit Demokratien wie Frankreich daran arbeiten, den Frieden über die Taiwanstraße zu schützen, die auf Regeln basierende internationale Ordnung zu wahren sowie Sicherheit und Wohlstand in der indo-pazifischen Region und in der Welt voranzubringen, zählte er auf.
—Quelle: Taiwan Today, 03/02/2026 (YCH-E)
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