05.02.2026

Taiwan Today

Politik

Taiwans Präsident Lai kommentiert Aufruf des Papstes zum Weltfriedenstag

03.02.2026
Taiwans Präsidialamt veröffentlichte unlängst einen Brief von Staatspräsident Lai Ching-te an Papst Leo XIV. als Antwort auf die Botschaft des Oberhirten zum 59. Weltfriedenstag. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Außenministeriums)
Staatspräsident Lai Ching-te schickte unlängst einen Brief an Papst Leo XIV. als Antwort auf dessen Botschaft zum 59. Weltfriedenstag und bekräftigte in dem Schreiben Taiwans Bekenntnis zu demokratischen Werten.
 
In dem Brief bekundete Lai Unterstützung für den Aufruf des Oberhirten an Menschen in aller Welt, Gewalt und Krieg abzulehnen sowie nach dauerhaftem Frieden, verwurzelt in Liebe und Gerechtigkeit, zu streben. Taiwan teile diese Prinzipien und setze sich weiterhin dafür ein, Stabilität und Zusammenarbeit voranzubringen, beteuerte er.
 
Das Staatsoberhaupt verwies auf den Pionier von Taiwans Demokratiebewegung Chiang Wei-shui (1890-1931), der sich im Jahr 1921 Taiwan als Wächter des Weltfriedens vorgestellt hatte. Taiwan spiele heutzutage eine wichtige Rolle in der weltweiten Geopolitik, und Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße seien wesentlich für die internationale Sicherheit, betonte Lai.
 
Trotz seit langem durch autoritäre Regimes ausgeübten militärischen Druck und Versuche, Taiwans Souveränität durch absichtliche Fehlinterpretation der Resolution 2758 der Vollversammlung der Vereinten Nationen (United Nations, UN) aus dem Jahr 1971 zu untergraben, habe Taiwan sein demokratisches System und das Bekenntnis zum Frieden aufrechterhalten, so Lai. Taiwan sei bereit, auf der Grundlage von Gleichberechtigung und Würde Dialog über die Taiwanstraße zu führen, wobei gegenseitiges Vertrauen und beiderseitiger Respekt vor Menschenrechten das Fundament für dauerhaften Frieden seien, ergänzte er.
 
Präsident Lai erwähnte die Besorgnis des Pontifex Maximus über die zunehmende militärische Nutzung aufstrebender Technologien und künstlicher Intelligenz (KI), und er rief in dem Zusammenhang zu internationalen Normen auf, um Missbrauch zu verhindern. Taiwan stärke globale Lieferketten, indem vertrauenswürdige KI und Halbleiter entwickelt und die Zehn Großen KI-Infrastrukturprojekte vorangetrieben würden, enthüllte er.
 
Taiwan helfe laut Lai kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen dabei, KI einzuführen, um den Digital- und Öko-Übergang zu beschleunigen. Diese Bemühungen zielten darauf ab, nachhaltige Entwicklung und Teilen von Wohlstand zu fördern, begründete er.
 
Lai griff den Aufruf des Papstes nach humanen internationalen Beziehungen auf und kommentierte, Taiwan arbeite im Rahmen seiner auf Werten beruhenden Außenpolitik und im Geist der Hilfsbereitschaft eng mit gleichgesinnten Partnern zusammen. Der Präsident bekräftigte die Entschlossenheit des Landes, mit dem Heiligen Stuhl daran zu arbeiten, Weltfrieden voranzubringen sowie Menschenrechte und andere gemeinsame Werte aufrechtzuerhalten.
 
—Quelle: Taiwan Today, 02/02/2026 (YCH-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

Meistgelesen

Aktuell