Der stellvertretende Außenminister François Chih-chung Wu erklärte, Taiwan sei entschlossen, seine Verteidigungsfähigkeiten zu stärken, um den Status quo in der Taiwanstraße aufrechtzuerhalten und seine demokratische Lebensweise zu sichern.
Der stellvertretende Minister äußerte sich dazu letzten Monat in Taipeh in einem Interview mit dem Journalisten Kim Yoojin von der südkoreanischen Zeitung Kyunghyang Shinmun, woraufhin am 21. Dezember 2025 und am 16. Januar zwei Artikel auf der Website der Tageszeitung veröffentlicht wurden.
Laut Wu ist die fortgesetzte Modernisierung des chinesischen Militärs ein wesentlicher Faktor, der zur geopolitischen Instabilität in der Region beiträgt. Die Stärkung der Selbstverteidigung Taiwans sei nicht darauf ausgerichtet, China zu provozieren oder den Status quo zu ändern, sondern diene lediglich der Gewährleistung der Sicherheit, so Wu.
Trotz Pekings Behauptung, Taiwan sei sein „Kerninteresse”, sei Taiwan aus Sicht der Weltwirtschaft und -strategie ein wichtiges Interesse für Demokratien wie die USA, Europa und Japan, so Wu.
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd. nimmt eine strategische Position in der Weltwirtschaft und der Halbleiter-Lieferkette ein, weshalb die Stabilität und Sicherheit Taiwans für die demokratische Welt äußerst wichtig sei, erklärte der stellvertretende Minister.
Wu sagte, der Bericht zur Nationalen Sicherheitsstrategie der aktuellen US-Regierung bekräftige, dass sie keine einseitige Änderung des Status quo in der Taiwanstraße unterstütze, was mit früheren Erklärungen übereinstimme, in denen sie sich gegen jegliche Änderungen des Status quo in der Taiwanstraße ausgesprochen habe.
Als wichtiger Akteur in der Region werde Taiwan die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern weiter vertiefen, um Frieden, Stabilität und gemeinsame Interessen im indopazifischen Raum zu gewährleisten, fügte der stellvertretende Minister hinzu.
Darüber hinaus wies Wu darauf hin, dass das E-Arrival-System Südkoreas Taiwan fälschlicherweise als Teil Chinas ausweise. Er forderte Seoul auf, dem Beispiel der USA, Europas und Japans zu folgen und die Bezeichnung in „Taiwan” zu ändern.
—Quelle: Taiwan Today, 01/20/2026 (SFC-E)
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