Taiwans Außenministerium verurteilte am 29. Dezember mit scharfen Worten die VR China, nachdem diese angekündigt hatte, dass ihre „Justice Mission 2025“-Militärübungen am 30. Dezember um Taiwan herum durchgeführt würden, und rief Beijing dazu auf, unnötige Provokationen zu unterlassen.
Wie das Außenministerium verlautete, hat die VR China in der jüngsten Zeit fortlaufend Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe entsandt, um im Luftraum und in Gewässern der ganzen indo-pazifischen Region militärische Aggression und Grauzonentaktik vorzunehmen, was die auf Regeln basierende internationale Ordnung herausfordere und einseitig den Frieden in der Region gefährde.
Es habe sich zu einem globalen Konsens entwickelt, dass es im Interesse aller Beteiligten liege, Stabilität in der Taiwanstraße zu wahren, unterstrich das Außenministerium. Die VR China beharre jedoch darauf, Taiwan und benachbarte Länder einzuschüchtern, besonders solche in der ersten Inselkette, und verletze damit internationale Normen und das Prinzip in der Charta der Vereinten Nationen (United Nations, UN), von Drohungen oder Gewaltanwendung abzusehen, ergänzte das Ministerium.
Als Reaktion auf die Manöver teilte das Verteidigungsministerium mit, dass eine Kommandozentrale eingerichtet worden sei, um angemessenes Militärpersonal dazu einzusetzen, die Lage zu beobachten, Demokratie und Freiheit zu schützen sowie die Souveränität der Republik China (Taiwan) zu verteidigen. Das Verteidigungsministerium merkte an, alle Angehörigen der Streitkräfte seien in Alarmbereitschaft und stünden bereit, die Bürger:innen zu schützen.
In dem Zusammenhang hob die Kabinettsbehörde Rat für Festlandangelegenheiten (Mainland Affairs Council, MAC) hervor, dass die Regierung die Kapazitäten für Selbstverteidigung verbessern und die gesellschaftliche Belastbarkeit stärken werde, um die Entschlossenheit des Landes vorzuführen, Taiwan zu verteidigen.
—Quelle: Taiwan Today, 12/30/2025 (POC-E)
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