Staatspräsident Lai Ching-te erklärte am 5. August, Taiwan sei entschlossen, die Zusammenarbeit mit Großbritannien zu vertiefen, um die beiderseitig vorteilhafte Entwicklung voranzubringen und mehr Beiträge zur internationalen Gemeinschaft zu leisten.
So äußerte sich das Staatsoberhaupt während einer Begegnung mit dem früheren britischen Premierminister Boris Johnson im Präsidialamt in Taipeh. Lai hob hervor, dass Johnson nach Margaret Thatcher und Liz Truss der dritte ehemalige britische Premier sein, der Taiwan besuche.
Präsident Lai dankte Johnson und der britischen Regierung dafür, 2021 im Kommuniqué der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) während der Präsidentschaft Großbritanniens die Bedeutung von Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße betont zu haben. Großbritannien habe seitdem beständig seine feste Haltung zur Wahrung des Status Quo in der Taiwanstraße unterstrichen, ergänzte er.
Der gleichgesinnte Partner habe überdies Maßnahmen ergriffen, um die Navigationsfreiheit in der Taiwanstraße zu schützen, berichtete Lai und verwies auf das Patrouillenboot der königlichen britischen Kriegsmarine HMS Spey, das im Juni die Taiwanstraße durchfahren habe. Die im gleichen Monat vorgelegte diesjährige nationale Sicherheitsstrategie habe gleichfalls erwähnt, dass die Taiwanstraße für den Welthandel und Lieferketten von zentraler Bedeutung sei, und weiter hieß es in dem Papier, Großbritannien unterstütze in keiner Weise einseitige Versuche, den Status Quo zu ändern, und man werde die Verbindungen mit Taiwan in einem breiten Spektrum von Bereichen stärken, fügte der Präsident hinzu.
Zum Schluss lobte Lai die wachsenden bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, und er merkte an, die beiden Seiten hätten im November 2023 das Arrangement zu verbesserter Handels-Partnerschaft (Enhanced Trade Partnership, ETP) Taiwan–Großbritannien unterzeichnet, im Juni seien außerdem unter der ETP drei maßgebliche Abkommen über digitalen Handel, Investitionen sowie Energie und Klimaneutralität unter Dach und Fach gebracht worden.
In seiner Antwort definierte Johnson, Taiwan stehe an vorderster Front beim Kampf zwischen Demokratie und Autokratie, und er bekundete Unterstützung für Lais Politik, darunter den Förderplan der fünf vertrauenswürdigen Industriesektoren und die Steigerung von Verteidigungsausgaben auf 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Der frühere Hausherr in Downing Street 10 stellte klar, dass Jene, welche Taiwan einschüchtern oder übernehmen wollten, niemals Erfolg haben würden. Er appellierte an alle westlichen Länder, wirtschaftliche und politische Beziehungen mit Taiwan aufzubauen, und er bekräftigte, das britische Volk werde wegen der gemeinsamen Werte Freiheit, Demokratie und Respekt vor Menschenrechten an Taiwans Seite stehen.
—Quelle: Taiwan Today, 08/07/2025 (YCH-E)
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