14.06.2026

Taiwan Today

Politik

Verbündete und Gleichgesinnte befürworten Taiwans WHO-Beteiligung

31.01.2019
Die starke Unterstützung durch diplomatische Verbündete und gleichgesinnte Partner für eine Beteiligung Taiwans in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird begrüßt, und sie hebt die Rechtmäßigkeit und Dringlichkeit des Strebens des Landes nach Einbindung in das globale Gesundheitsnetz hervor, erklärte das Außenministerium in Taipeh am 29. Januar. (Mitarbeiterfoto/Chin Hung-hao)
Die standhafte Unterstützung, welche die diplomatischen Verbündeten der Republik China (Taiwan) und gleichgesinnte Länder für eine bedeutungsvolle Beteiligung Taiwans in der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) zeigten, wissen die Regierung und die Bevölkerung des Landes außerordentlich zu schätzen, teilte das Außenministerium in Taipeh am 29. Januar mit.
 
Solch starker Rückhalt belege die Rechtmäßigkeit von Taiwans Streben, sich in die WHO einzubringen, kommentierte das Ministerium und ergänzte, die Regierung werde weiterhin professionelle, pragmatische und beitragende Einbindung in die Behörde der Vereinten Nationen (United Nations, UN) anstreben. Das Außenministerium rief außerdem Mitglieder der globalen Gemeinschaft dazu auf, die Organisation dazu zu drängen, Taiwan zur Teilnahme als Beobachter an der Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) — dem Beschluss fassenden Organ der WHO) — im kommenden Mai einzuladen.
 
Bei einer Konferenz des WHO-Vorstandes am Vortag in Genf erklärte Colin McIff, Gesundheitsattaché der US-Mission in der schweizer Stadt, die USA seien erfreut gewesen, als Taiwan im vergangenen Jahr als Reaktion auf den Ebola-Ausbruch eine Spende in Höhe von 1 Million US$ für Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche angeboten habe, und man sei enttäuscht gewesen, dass die Organisation keinen Weg gefunden habe, das Geld anzunehmen. Eine Einbeziehung Taiwans in entsprechende technische Arbeit der WHO käme allen zugute, warb er.
 
Nach den Worten von Hiroyuki Hori, Koordinator für globale Gesundheit in Japans Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales, sollte die WHO angesichts der wachsenden Gefahren durch grenzüberschreitende Ausbreitung von Infektionskrankheiten keine geografischen weißen Flecken erzeugen, indem eine bestimmte Region ausgelassen werde.
 
Barrett Salato, ständiger Vertreter der Salomonen bei der WHO, führte aus, Taiwan sei ein bereitwilliger Partner beim globalen Kampf gegen ansteckende Krankheiten. Er appellierte an die WHO, Taiwan zu einer bedeutungsvollen Mitwirkung bei allen Konferenzen und Programmen einzuladen, damit das Land seine technische Expertise beim Kampf gegen medizinische Notfälle und Bereitstellen humanitärer Hilfe teilen könne.
 
Entsprechend kritisierte der ständige Vertreter Nicaraguas Carlos Ernesto Morales Davila, das Fehlen Taiwans im globalen Gesundheitsverbund stelle eine Lücke beim Kampf gegen grenzüberschreitende Krankheiten dar, und der erste Sekretär von Guatemalas Mission in Genf Luis Erick Gudiel Pineda dankte Taiwan dafür, zu Verbesserungen des medizinische Systems und der Notfallschutzkapazitäten in dem mittelamerikanischen Land beigetragen zu haben.
 
Zwei Tage zuvor hatte Simon Mfanzile Zwane, Vizevorsitzender des WHO-Vorstandes und leitender Sekretär des Gesundheitsministeriums im Königreich Eswatini, bei der gleichen Veranstaltung verkündet, seine Regierung sei von Taiwans technischem Beistand und der Zusammenarbeit bei der Stärkung primärer Gesundheitsfürsorge in seinem Land ermutigt worden. „Wir führen das auf den Gedanken zurück, die besten Praktiken in diesem Bereich zu teilen“, fügte er hinzu.
 
Haitis ständiger Vertreter Pierre Andre Dunbar empfahl, dass Taiwan in Anbetracht seiner Beiträge und Erfahrung beim Fördern universaler Gesundheitsfürsorge seinen Beobachterstatus zurückbekomme. Julio Cesar Peralta Rodas, stellvertretender ständiger Vertreter von Paraguay, brachte gleichfalls Unterstützung für Taiwan zum Ausdruck, indem er auf ein im Jahr 2016 unterzeichnetes bilaterales Abkommen verwies, durch das die Wirksamkeit medizinischer Informationsverwaltung in 23 Institutionen seines Landes verbessert wurde.
 
—Quelle: Taiwan Today, 01/30/2019 (SFC-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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