17.05.2026

Taiwan Today

Politik

Präsidialamt bedauert Ende der Beziehungen mit Dominikanischer Republik

03.05.2018
Staatspräsidentin Tsai Ing-wen drückte am 1. Mai in Taipeh das tiefe Bedauern der Regierung darüber aus, dass die Dominikanische Republik sich von Beijings Dollar-Diplomatie verlocken ließ. (CNA)
Der Beschluss der Dominikanischen Republik, Beziehungen mit Festlandchina aufzunehmen und den Verlockungen von Beijings Dollar-Diplomatie zu erliegen, wird von der Regierung der Republik China (Taiwan) tief bedauert, verlautete das Präsidialamt am 1. Mai.
 
Im Kontrast zu der globalen Tendenz in Richtung Dialog und Versöhnung würden die Behörden in Beijing fortgesetzt Spannungen über die Taiwanstraße und in der Region anheizen, indem der militärische Druck erhöht und politische Manipulation betrieben würden, kritisierte das Präsidialamt und ergänzte, dieses Treiben würde den Status Quo des Friedens in der Taiwanstraße einseitig unterminieren.
 
Festlandchinas Unterdrückung von Taiwan sei ein Versuch, das Überleben und die Entwicklung des Landes zu bedrohen, kommentierte das Präsidialamt und fügte hinzu, die Regierung werde sich niemals Druck aus Beijing beugen, und sie stelle sich voll und ganz der Aufgabe, die Freiheit und Demokratie des Landes zu schützen.
 
Nach Auskunft des Präsidialamtes wird die Regierung weiter mit freundschaftlich gesinnten Ländern daran arbeiten, Frieden und Stabilität in der Region zu bewahren und alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um Taiwans Interessen aufrechtzuerhalten.
 
Am gleichen Tag nahm Staatspräsidentin Tsai Ing-wen Stellung zum Ende der Beziehungen mit der Dominikanischen Republik und erklärte, die Unterdrückung der Außenpolitik des Landes und die in Taiwans Umgebung durchgeführten Militärmanöver seien feindliche Akte, welche dem Verhältnis über die Taiwanstraße schadeten. Eine solche Methode sei ungebührlich für eine verantwortungsbewusste Großmacht, bemerkte sie.
 
Zwar sehe Taiwan sich mit einer düsteren diplomatischen Lage konfrontiert, doch werde die Regierung keine Kompromisse eingehen, indem die nationale Souveränität oder die Würde des Volkes geopfert würden, betonte Tsai und stellte klar, die Aufgabe der Regierung, Taiwan und seine demokratische Lebensweise zu verteidigen, würden unverändert bleiben.
 
Der Beschluss der Dominikanischen Republik erfolgte nach anhaltenden Bemühungen durch Festlandchina, Taiwans offizielle Beziehungen durch Angebote finanzieller Anreize zu schädigen. Vor dem Abbruch der Beziehungen, welche im April 1941 durch die Republik China und die Dominikanische Republik aufgebaut worden waren, hatten Taiwan und das karibische Land enge Kooperation in Bereichen wie Landwirtschaft, Kinderbetreuung, Infrastruktur, Sicherheit, Technologie und Fremdenverkehr gepflegt.
 
—Quelle: Taiwan Today, 05/02/2018 (KWS-E)
—Zuschriften an die Taiwan heute-Redaktion unter taiwanheute@yahoo.com
 

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